Die Heinz-Gruppe bietet ein duales Studium mit Auslandserfahrungen an. Andreas Wittmann und Sophie Neubauer waren die ersten aus dem Unternehmen, die dieses Angebot wahrnahmen "Es war eine schöne Zeit, die wir nicht missen möchten", so der Tenor der beiden Studenten.

Andreas Wittmann war im Heinz-Werk in Dzialdowo/Polen und im Heinz-Vertriebsbüro in Linden/New Jersey. Zum einen habe er sich auf diese Wochen gefreut, zum anderen hatte er vor der Abreise schon ein etwas mulmiges Gefühl, so der 23-Jährige. Letztendlich überwogen doch die Neugierde und die Freude auf fremde Länder.

Im polnischen Werk in Dzialdowo habe er sich im Wesentlichen einen Einblick in die Produktion von Glasflakons verschaffen können. Zudem nutzte er die Gelegenheit, die rund 21.500 Einwohner zählende Stadt, im südlichen Teil des westpolnischen Oberlandes gelegen, näher kennen zu lernen.


Beeindruckt habe ihn die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der polnischen Mitarbeiter. Obwohl es durchaus "schöne Flecken" gebe, habe er auch erkennen müssen, dass sich vieles noch im Aufbau befindet. Die Konversation erfolgte im Wesentlichen in englischer Sprache.

In Amerika seien Land, Leute und auch der Berufsalltag anders gewesen. Dort bestimmten hauptsächlich der Umgang mit Kunden der Heinz-Gruppe seinen Alltag. In seiner Freizeit sei er entweder mit Mitarbeitern vom Vertriebsbüro oder auch allein auf Entdeckungstour gewesen. Ein besonderes Erlebnis sei für ihn "Thanksgiving" gewesen. Bei diesem Fest herrschte Ausnahmezustand.

Extreme Gegensätze erlebt

Sophie Neubauer machte in Lima/Peru ihre Auslandserfahrungen. Binnen kurzer Zeit hat die Tettauerin die extremen Gegensätze zwischen Arm und Reich bemerkt. Dass manche Leute in Blechhütten wohnen, sei ihr schon nahe gegangen, erzählt die 23-Jährige.

Beim Heinz-Werk in Lima habe sie in die verschiedenen kaufmännischen Abteilungen hineinschnuppern können. Als eine tolle Sache empfindet die junge Frau, dass sie ihre Spanischkenntnisse - immerhin hatte sie vorher im Rahmen ihres dualen Studiums "Internationales Management" drei Semester Spanisch an der Hochschule in Hof belegt - hat enorm vertiefen können.

Beeindruckt sei sie von den Peruanern gewesen, die sie als herzliches und großzügiges Volk erlebt hat. Gespannt ist sie nun auf ihr nächstes Auslandssemester, das sie in Brüssel absolvieren wird.

Es werde künftig die Regel sein, dass duale Berufserfahrungen in den ausländischen Werken sammeln können, erzählt der Geschäftsführer der Heinz-Gruppe, Thomas Kneitz. Die Heinz-Gruppe sei in 14 Ländern vertreten.

Es gehe darum, junge Menschen fit für den globalen Markt zu machen, ihre Sprachkenntnisse, aber auch ihren Reifeprozess zu fördern. Ein weiterer positiver Effekt sei, dass sich die Studenten mit anderen Kulturen und Mentalitäten ausein andersetzen. Sie lernten vor Ort nicht nur die einzelnen Heinz-Werke kennen, sondern auch die Kultur besser zu verstehen.

Auch für Fritz Hempfling steht fest, dass die jungen Leute von einem Auslandsaufenthalt profitieren. Der Leiter für Aus- und Weiterbildung ist es, der im Vorfeld die Vorbereitungen für solche Aufenthalte übernimmt. Er legt fest, in welchen Abteilungen die Studierenden eingesetzt werden, sucht die Unterkünfte aus.

Er wies darauf hin, dass die Heinz-Gruppe auch die wesentlichen Kosten, wie Flug und Unterkunft, für solche Auslandaufenthalte übernimmt. Zudem erweitere ein Auslandsaufenthalt nicht nur den Horizont, sondern festige auch die Persönlichkeit. Und: "Die Leute werden selbstständiger".


Und wie lautet das Resümee der beiden dualen Studenten? Sowohl Andreas Wittmann, als auch Sophie Neubauer bezeichnen es als eine tolle Sache, dass sie diese Chance von der Geschäftsleitung der Heinz-Gruppe bekommen haben. Sie haben aber auch gemerkt: "Man lernt Deutschland zu schätzen!"