Geboten wurde den Zuschauern eine bestechende und mitreißende Show mit tollen Lichteffekten und einem beeindruckenden Bühnenbild. Der Lohn waren Lachsalven und frenetischer Applaus. Ein Kompliment an die Akteure, die auch bei der 40. Bütt sich haben vieles einfallen lassen, um dem Publikum rund fünf Stunden lang heitere Stunden bereiten zu können. Die Stimmung war fantastisch.

Schon am Anfang wurden die Lachmuskeln strapaziert, als der "Scherbel-Clan" als Asterix, Obelix und Cleopatra eine Pyramide bauen wollen, die umgeben von Eila und Pressig ist. Dass es Bienen aktuell nicht leicht haben, wurde am Auftritt der zwei "Arbeiterinnen" Franziska Renk und Hanna Reuth deutlich. Abgesehen davon, dass sie ums Überleben kämpfen, müssen sie sich mit den "Drohnen" beschäftigen. Statt Honig zu sammeln, gammeln diese den ganzen Tag nur herum. Ihr Appell ans Publikum lautete: "Rettet die Fousanocht, rettet die Bienen!"

Der Auftritt von Georg Grebner war eine Wucht. Er berichtete aus seinem Alltag als Vorruheständler. Er sei mit 65 noch topfit und könne Frauen mit zwei Zentnern stemmen. Er stellte fest, dass Frauen die Männer um zehn Jahre überleben. Das sei schon bei Kaffeefahrten zu erkennen. Unter 55 Teilnehmern seien 50 weiblich. Jeden Tag sei er gegen 10 Uhr im Supermarkt, nicht um einzukaufen, sondern um Ausschau zu halten. Viele Witwen seien da zu finden. Er komme sich dabei vor, wie der "Göger im Hühnerstall".

Nur ein Job ohne Ausbildung

Frenetischen Applaus gab es für Elsbeth (Steffi Dressel) und Alois (Tina Baumstark). Die beiden Urgesteine verstehen es jedes Jahr, ihr schauspielerisches Talent zu steigern und das Publikum von den Stühlen zu reißen. Diesmal waren beide als Aushilfsfeuerwehrler im Einsatz. Sie wiesen den Besuchern Parkplätze zu. Dabei versuchte Alois mehrmals, seine temperamentvolle Elsbeth zu bremsen. Sie sprachen dabei auch über die Kommunalpolitik und stellten fest: "Der Bürgermeister ist der einzige Job, wo man keine Ausbildung braucht!" Und, so meinte Elsbeth: "Wenn man es nicht ganz blöd anstellt, hat man diesen Job für immer." Außerdem sei das Pressiger Rathaus nur saniert worden, weil die Angestellten und der Gemeinderat "unterbelichtet" seien. Einig waren sich Elsbeth und Alois, dass es sich lohne, bei der Feuerwehr aktiv zu sein, schon alleine wegen den Menüs "Semmerla mit Bratwurst, Bratwurst mit Semmerla, Käsestangen..."

Als "Eilazwerg" brillierte Pater Haagen. Er verstand es geschickt, seinen Schatz im Eilaberg vor dem raffgierigen Gemeinderat zu verbergen. Dieser sollte auf Anweisung von Bürgermeister Hans Pietz den Schatz des Eilazwergs holen. Mit dem Geld sollte das Gemeindesäckel gefüllt werden. Zuerst wurde der "rote Wolfgang" geschickt. Seine Partei steht mit dem Eilazwerg auf Augenhöhe. Er hatte keinen Erfolg, denn zuvor wurde der "rote Wolfgang" vom Eilazwerg in eine "rote Socke" verzaubert. Danach kam der Jägersmann Reinhold Heinlein. Der CSU-Mann sollte den Eilazwerg zur Strecke bringen. Bevor er seine Flinte anlegen konnte, wurde er aber in eine Glühbirne verwandelt. Zum Schluss wurde Gemeinderätin Swiduruk auf den Eilazwerg angesetzt. Diese sollte ihren Charme einsetzen, um den Schatz zu bekommen. Auch das funktionierte nicht, denn sie wurde in eine Gans verzaubert.

Zum Schluss warb Anika Kestel für ihre Kreuzfahrt. Unter dem Motto "Traumschiff trifft Fousanocht" ging sie auf das Programm ein. Die Kreuzfahrt dauert 21 Tage und kostet 85 Euro all inklusive. Sie bedauerte, dass Kapitän Florian Silbereisen nicht an Bord sein wird. Eine Herausforderung werde es sein, 7000 bis 12 000 Käsestangen zu schmieren. Dies könnte klappen, wenn die Damen gleich nach der Bütt weiter machen mit dem "Käsestangen-Schmieren". Gestartet werde in Friedersdorf im Juli 2020. Bis dahin wissen auch die Bürger, ob der Stefan Heinlein der neue "Florian Silbereisen im Pressiger Rathaus wird".

Die Einlagen wurden immer wieder durch herausragende Tänzen ergänzt. Ihren Auftritt hatten auch die kleine Garde, die Jugend- und Elferratsgarde, die Showteenis, die Showtanzgruppe sowie die "Stars der Hitparade" unter dem Moderator Peter Alexander (Stefan Heinlein). Buchstäblich zum Bersten brachte das Publikum das Männerballett mit seinem Auftritt aus dem 80er Jahren.

Präsident Kai Baumstark vergaß es bei aller Narrenstimmung nicht, sich bei allen Sponsoren und bei allen Helfern vor und hinter den Kulissen zu bedanken. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Hausband "Rainbows!" Die weiteren Büttenabende finden statt am Freitag und Samstag, 14. und 15. Februar. Die Kinderbütt findet am Sonntag, 16. Februar, statt.