Die Freude am gemeinsamen Musizieren steckte alle an

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Beim Gemeinschaftschor von "Spirit Voices", "El Shalom" und "Con Brio" wurde es eng im Altarraum. Foto: Heike Schülein
Beim Gemeinschaftschor von "Spirit Voices", "El Shalom" und "Con Brio" wurde es eng im Altarraum.  Foto: Heike Schülein
Pater Waldemar Brysch (vorne) sowie (hinten von links) Pater Günther Kames und Generalvikar Georg Kestel zelebrierten den Fest-Gottesdienst am Sonntagvormittag. Foto: Heike Schülein
Pater Waldemar Brysch (vorne) sowie (hinten von links) Pater Günther Kames und Generalvikar Georg Kestel zelebrierten den Fest-Gottesdienst am Sonntagvormittag. Foto: Heike Schülein
 
Pater Günther Kames, Generalvikar Georg Kestel und Pater Waldemar Brysch (von links) zelebrierten den Fest-Gottesdienst am Sonntagvormittag. Foto: Heike Schülein
Pater Günther Kames, Generalvikar Georg Kestel und Pater Waldemar Brysch (von links) zelebrierten den Fest-Gottesdienst am Sonntagvormittag. Foto: Heike Schülein
 
Mitglieder von "Spirit Voices" brachten sich in den Fest-Gottesdienst mit ein. Foto: Heike Schülein
Mitglieder von "Spirit Voices" brachten sich in den Fest-Gottesdienst mit ein. Foto: Heike Schülein
 
NGL-Diözesanreferent Tobias Lübbers (zweiter von rechts) zeichnete die noch aktiven Gründungsmitglieder (von links) Elisabeth Kopp, Barbara Fröba, Elisabeth Kraus, Monika Urban, Georg Kestel sowie Martin Förtsch (rechts) aus. Foto: Heike Schülein
NGL-Diözesanreferent Tobias Lübbers (zweiter von rechts) zeichnete die noch aktiven Gründungsmitglieder (von links) Elisabeth Kopp, Barbara Fröba, Elisabeth Kraus, Monika Urban, Georg Kestel sowie Martin Förtsch (rechts) aus.  Foto: Heike Schülein
 
"Spirit Voices" spendete 2500 Euro für Misereor. Das Bild zeigt (von links) Martin Förtsch, die Chorleiter Georg Kestel und Andrea Hart sowie Maria Klinkenberg bei der Spendenübergabe. Foto: Heike Schülein
"Spirit Voices" spendete 2500 Euro für Misereor. Das Bild zeigt (von links) Martin Förtsch, die Chorleiter Georg Kestel und Andrea Hart sowie Maria Klinkenberg bei der Spendenübergabe. Foto: Heike Schülein
 
"Spirit Voices" spendete 2500 Euro für Misereor. Das Bild zeigt (von links) Chorleiter Georg Kestel, Maria Klinkenberg und Martin Förtsch bei der Spendenübergabe. Foto: Heike Schülein
"Spirit Voices" spendete 2500 Euro für Misereor. Das Bild zeigt (von links) Chorleiter Georg Kestel, Maria Klinkenberg und Martin Förtsch bei der Spendenübergabe. Foto: Heike Schülein
 
"Spirit Voices" feierte 25-jähriges Jubiläum. Foto: Heike Schülein
"Spirit Voices" feierte 25-jähriges Jubiläum. Foto: Heike Schülein
 

Den Chor aus der Pfarrei "Maria Geburt" Glosberg gibt es seit 25 Jahren. Am Sonntag wurde das Jubiläum mit viel Musik gefeiert.

"Die Täler sind tief, die Berge hoch. Wenn du Gott sehen willst, musst du auf die andere Seite gehen" - Mit dem legendären musikalischen Glaubensbekenntnis "Hymn" beendeten am Sonntag um die 80 Sänger und Sängerinnen ihr kleines Gemeinschafts-Konzert in der Glosberger Pfarrkirche. "El Shalom" aus Stockheim und "Con Brio" aus Friesen stimmten mit dem Jubiläums-Chor "Spirit Voices" die Lieder "We are the world", "Möge die Straße uns zusammenführen" und schließlich den Meilenstein der Musikgeschichte von Barclay James Harvest an. Was für ein wunderbarer Anblick, was für ein Klang - was für ein hinreißendes, berührendes Erlebnis! Bewegende Momente eines bewegenden Jubiläums!

Einen Tag lang schien alles andere vergessen und es war schier greifbar: Die Freude am gemeinsamen Musizieren, die Liebe zur Musik zog Mitwirkende wie auch Zuhörer in den Bann und ließ sie nicht mehr los. 1#googleAds#100x100 "Spirit Voices" feierte 25-jähriges Jubiläum und drei befreundete Chöre gratulierten musikalisch.

Seinen Beginn fand der Festtag mit einem Gottesdienst am Sonntagmorgen, zelebriert von den Patres Waldemar Brysch und Günther Kames sowie Generalvikar Georg Kestel. "Gesang ist doppeltes Gebet", würdigte der Generalvikar in seiner Predigt. Dabei komme es nicht auf Perfektion an, sondern auf das Herz. Mit dem Gesang könne man wesentliche Dinge auf den Punkt bringen. "Der beste und schönste Chor kann zwar Leid und Schmerz dieser Welt nicht ungeschehen machen, aber er kann es ausdrücken", so der Generalvikar - gerade in unserer von Terror geprägten Welt. Stimmungsvoll umrahmt wurde die vom Chor "Junge Christen" aus Michelfeld in der Oberpfalz.

Der Festgottesdienst bildete den feierlichen Rahmen für die Ehrung der sechs noch aktiven Gründungsmitglieder: Barbara Fröba, Elisabeth Kopp, Elisabeth Kraus, Georg Kestel, Martin Förtsch und Monika Urban. Diese wurden von Tobias Lübbers, NGL-Diözesanreferent und Leiter der Werkstatt NGL im Erzbistum Bamberg, für 25-jähriges Singen in einem NGL-Chor ausgezeichnet. Lübbers würdigte die große Altersspanne der Mitglieder, verbinde der Chor doch ganze Generationen. Besonders lobte er auch das enorme soziale Engagement des Chors, vor allem für die Misereor-Initiative "Liebe statt Love", das sich gegen Kinderprostitution einsetzt. Neben den sechs Aktiven zeichnete er auch den Chor selbst aus - für 25-jährige Tätigkeit als NGL-Chor.

Am Nachmittag zogen der Jubiläumschor, "El Shalom" sowie "Con Brio" ihr Publikum bei kleinen Konzerten sowie die Ballettschule Karin Neubauer mit ihren zauberhaften kleinen Primaballerinen in den Bann.


Ein spendefreudiger Chor

Zum Abschluss boten "Spirit Voices" in der Pfarrkirche noch einmal einige Stücke dar, darunter auch das neu einstudierte "Fix you". Als alle Chöre gemeinsam "We are the world", "Möge die Straße uns zusammenführen" und "Hymn" anstimmten, wurde es im Altarraum richtig eng.

In den letzten 15 Jahren spendete "Spirit Voices" bereits 16 000 Euro für Misereor, davon 13 500 Euro für das Hilfsaktion "Liebe statt Love" und den Rest für jeweils aktuelle Projekte. Am Jubiläumstag übergab man eine weitere Spende von 2500 Euro an Misereor, die von Misereor-Mitarbeiterin Maria Klinkenberg entgegengenommen wurde. "Das ist der Wahnsinn, einfach überwältigend", meinte diese sichtlich gerührt.

"Es ist höchste Zeit, dass wir in den reichen Ländern unser Verhalten hinterfragen und etwas für andere Menschen tun, die am Minimum leben", appellierte Martin Förtsch bei der Spendenübergabe. Die Millionen Flüchtlinge seien "nur" die Spitze des Eisbergs. Die Flüchtlingsproblematik überlagere derzeit alles andere. So berichte kein Nachrichtensender von einer in verschiedenen afrikanischen Ländern zu erwartenden riesigen Hungersnot. Das Jubiläum klang mit einem Konzert von den "Orange Shakers" aus.


"Liebe statt Love" (ehemals "Gebrochene Rosen") ist eine Gemeinschaftsaktion von Misereor und Brot für die Welt, die sich gegen Kinderprostitution und Kindesmisshandlungen in Vietnam, Thailand und Kambodscha einsetzt. Die Initiative kämpft mit Partnern in Kambodscha, Indien, den Philippinen und anderen Ländern gegen Kinderprostitution. Misereor unterstützt die Rehabilitationsarbeit für missbrauchte Kinder, setzt sich dafür ein, dass die Täter bestraft werden und auch die Reisebranche ihre Verantwortung wahrnimmt. hs


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