In Wilhelmsthal erhielten Sieglinde Eibl, Reinhard Hoderlein und Klemens Löffler die Ehrenamtsmedaille.
Beim letzten Treffen des Wilhelmsthaler Gemeinderates fasste Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) noch einmal das vergangene Geschäftsjahr zusammen und sie ehrte drei Personen für ihren Einsatz im Ehrenamt. Außerdem beschloss das Gremium eine Anhebung der Grundgebühren für das Abwasser von 60 Euro im Jahr auf 78 Euro.
Zum Ende der Sitzung wurde die Ehrenamtsmedaille an drei engagierte Bürger verliehen. Geehrt wurden Sieglinde Eibl aus Wilhelmsthal, Reinhard Hoderlein aus Hesselbach sowie Klemens Löffler aus Effelter. Grebner zählte deren Verdienste um die Gemeinde auf und lobte die "angesehenen Persönlichkeiten, die der Gemeinde viel Geld sparen und das schon über Jahre, weil sie mitunter Aufgaben übernehmen, mit denen sonst beispielsweise der Bauhof beauftragt werden müsste.
Mehr bezahlen müssen die Wilhelmsthaler künftig in Sachen Abwasser, der Gemeinderat beschloss eine Anhebung der Grundgebühren von 60 Euro im Jahr auf 78 Euro. "Hier in der Gemeinde herrscht eine ordentliche Buchführung," bestätigte Kommunalberater Arno Bitterwolf aus Greding, empfahl aber gleichzeitig eine Neufassung der Beitrags- und Gebührensatzung. Sein kurzer Abriss über die vergangenen vier Jahre erbrachte einen Fehlbetrag von 208 000 Euro, deshalb müsse man jetzt reagieren und die Gebühren anheben.
Sauerkrautdecke macht Probleme
Probleme gebe es auch bei der Generalsanierung der Turnhalle in Wilhelmsthal, gestand Grebner ein. "Schuld ist die Sauerkrautdecke." Das Schmunzeln im Gesichter des Ratsgremiums ließ einen Versprecher vermuten, aber "die heißt wirklich so." Es handle sich hierbei um eine Platte aus Holzwolle, die von leichtem Zement zusammengehalten werde, das ein bisschen wie gehärtetes Sauerkraut aussehe. Und diese Platten müssten jetzt irgendwie runter. Momentan stagnieren die Arbeiten, weil es Unstimmigkeiten bei der Durchführung gäbe. "Wir machen jetzt erst einmal mit allem anderen weiter, es hilft ja nix. Das wird wohl noch eine harte Nummer," orakelte die Bürgermeisterin.
Zur Kenntnis gab Grebner den Sachstand beim Mobilfunkausbau: "Im ersten Quartal 2020 wird der bestehende Mobilfunkstandort um eine LTE-Sendeanlage im Birkenweg in Wilhelmsthal erweitert. Seitens der Telekom hat man schon im Frühjahr mitgeteilt, dass der BOS Mast in Effelter mitgenutzt wird. Außerdem ist ein weiterer Mast im Bereich Hesselbach in Planung. Somit kann im Laufe des nächsten Jahres die Mobilfunkversorgung im gesamten Gemeindegebiet verbessert werden.
Ein kurzer Jahresrückblick veranlasste die Bürgermeisterin zu folgendem Satz: Wir sind noch bei den Pflichtaufgaben. Zu den Gestaltungsaufgaben können wir kommen, wenn wir keine Stabilisierungshilfe mehr benötigen."
Die Auftragsvergaben
Während der letzten Sitzung es Gemeinderates Wilhelmsthal wurden noch zahlreiche Arbeiten an unterschiedlichen, gemeindlichen Objekten vergeben. Die Abbrucharbeiten für die Alte Schule in Hesselbach wird die Firma Reuther Eginolf aus Wallenfels übernehmen. Ihr Angebot betrug rund 86 526 Euro. Auch für den Umbau der Alten Schule in Steinberg hagelte es Auftragsvergaben. Gerüstarbeiten: Firma Gepa-Putz in Marktgraiz (17 839 Euro). Zimmerarbeiten: Walter Bedachungen in Wilhelmsthal (66 719 Euro). Dachdeckerarbeiten: Bau-Service Pfadenhauer in Wilhelmsthal (35 645 Euro). Klempnerarbeiten: Zimmerei G. Kögel in Mainleus (9086 Euro). Baustromanschluss: Elektro Kestel in Zeyern (1231 Euro). Mit dem Kanalbau in der Bühlstraße und Am Plan in Hesselbach wurde die Firma VSTR AG aus Rodewisch beauftragt. Auftragsvolumen: 164 427 Euro. Die Firma Karl Krumpholz Rohrbau aus Kronach wird für 20 382 Euro die Asphaltierung einer Teilstrecke des Kapellenwegs im Ortsteil Roßlach übernehmen. Im Kapellenweg soll auch eine Straßenbeleuchtung installiert werden. Der Auftrag hierfür ging für 31 782 Euro an die Bayernwerk Netz GmbH in Naila.