Die Kirche des Frankenwalddorfes ist in ihrer sechseckigen Form ein einzigartiges Gotteshaus und sie hat ganz besondere Zifferblätter. Auch diese tragen die Handschrift des ehemaligen Pfarrers Reinhold Goldmann. Die vier Zifferblätter am Turm haben jeweils verschiedene Symbole und verdeutlichen bestimmte Zusammenhänge bzw. Kreisläufe, die für die Kirche wichtig sind. Sie wurden vom Buchbacher Günther Weigelt 1971 entworfen und ausgeführt.

Mesner Berthold Suffa und Kirchenpflegerin Margit Rebhan blättern im alten und neuen Kirchenführer und stellen die großartige Gemeinschaftsleistung der Buchbacher Bürger heraus. Über 40 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden beim Bau der neuen Laurentiuskirche geleistet. Einige Christen kamen auf über 1000 Stunden. Pfarrer Goldmann würdigte diesen Einsatz mit Auszeichnungen, je nach Stundenzahl. Für die Fleißigsten gab es Gold mit Diamant. Balthasar Fröba war in den Jahren 1970 und 1971 sage und schreibe 1836 Stunden auf der Baustelle.
 

Großartige Eigenleistung

Die erste Laurentiuskirche von Buchbach aus dem Jahr 1754 stand im Dorfkern, aber sie war zu klein geworden. Erweitern konnte man sie nicht und außerdem hatte der Schwamm das alte Gotteshaus so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass es nicht mehr erhalten werden konnte.

Pfarrer Goldmann trat für einen Neubau ein, aber der sollte etwas Besonderes sein. Der Priester ließ seine Ideen und Gedanken in die Pläne einfließen, zeigte einen nimmermüden Fleiß auf der Baustelle und band seine Gläubigen in die Arbeiten ein. Das gesamte Bauholz wurde gestiftet, viele tausend Mark gespendet und im gesamten Frankenwald und darüber hinaus gesammelt.
 

Die Frauen im Stall, die Männer auf dem Bau

Die gesamte Eisenkonstruktion der Kirche (2000 Quadratmeter) wurde zweimal gestrichen. Das Holz für Dachstuhl und Turm wurde von den Landwirten gestiftet und in Eigenleistung bearbeitet. "Ich bin mehrmals mit dem Traktor mit Anhängern zum Sägewerk nach Förtschendorf geschickt worden, um Bauholz zu holen", berichtet die Kirchenpflegerin. Und weiter: "Meine Mutter und ich haben die Stallarbeit verrichtet, weil die Männer beim Kirchenbau waren.

Die gesamte Nut- und Federverschalung der Kuppel samt Unterkonstruktion und Endbehandlung wurde ehrenamtlich durchgeführt. Der Boden aus Wallenfelser Marmor wurde selbst verlegt. Die Bänke in der Kirche, die Sakristeieinrichtung, die Zifferblätter der Uhren: wiederum Eigenleistung. Ein weiterer Beweis für das Engagement der Gläubigen sind die Außenanlagen der Kirche. Sie sind in Parzellen eingeteilt und werden bis heute von Familien des Dorfes gepflegt.

Dies alles und noch viel mehr ist auf der Website kirche-buchbach.npage.de nachzulesen, die seit fünf Jahren von Kirchenpflegerin Margit Rebhan betreut wird.