Landkreis Kronach: BMW-Fahrer flüchtet nach Unfall über Radweg
Autor: Redaktion
Teuschnitz, Mittwoch, 11. März 2026
Ein aggressiv fahrender BMW-Lenker hat im Kreis Kronach einen Unfall verursacht. Nach der Kollision flüchtet der Mann über einen Radweg und ließ den Unfallwagen zurück.
Nach einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht am Dienstagnachmittag (10. März 2026) in Teuschnitz kam eine 42-Jährige ins Krankenhaus. Ein 30 Jahre alter BMW-Fahrer gilt als dringend tatverdächtig. Er entfernte sich von der Unfallstelle, ließ sein ramponiertes Unfallfahrzeug auf einem Radweg zurück und flüchtete in einem Pickup.
Kurz nach 15.15 Uhr soll der BMW-Fahrer der 42-Jährigen in Teuschnitz (Landkreis Kronach) in der Hauptstraße hinterhergefahren sein und sie mehrfach durch dichtes Auffahren, Lichthupe und Ausscheren genötigt haben.
Fahrerflucht nach Unfall bei Teuschnitz - Zeuge findet Tatfahrzeug
Im Bereich der Reichenbacher Straße wollte die Frau nach links abbiegen, offenbar übersah der 30-Jährige dies und überholte die Renault-Fahrerin während des Abbiegevorgangs, wobei er in die linke vordere Seite des Clio krachte. Am BMW blieben massive Frontschäden sowie erhebliche Schäden an der Beifahrerseite zurück. Mit platten Reifen fuhr der Unfallfahrer unverzüglich in Richtung Reichenbach davon. Die geschädigte Fahrerin versuchte noch, mit ihrem Fahrzeug hinterherzufahren, konnte jedoch aufgrund der eigenen Unfallschäden nur bis zum Ortsausgang Teuschnitz folgen.
Ein Zeuge beobachtete wenig später einen schwarzen BMW mit den beschriebenen Schäden den Radweg zwischen Teuschnitz und Reichenbach entlangfahren und folgte dem Fahrzeug; später fand er den BMW verlassen vor, mit laufendem Motor und dem Schlüssel im Innenraum. Er verschloss das Unfallfahrzeug und informierte die Polizei.
Eine weitere Zeugin beobachtete, wie der Fahrer seinen BMW verließ und in einen grauen Pickup mit weißem Aufbau einstieg. Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten weder der Unfallfahrer noch der als Fluchtfahrzeug genutzte Pickup angetroffen werden.
Frau wird durch Rettungsdienst in Klinikum gebracht
Die 42-Jährige klagte über Schmerzen im Halsbereich und erlitt einen Schock. Sie wurde mit dem Verdacht auf eine Verletzung der Halswirbelsäule und wegen des Schocks durch den Rettungsdienst in ein Klinikum gebracht. An den Fahrzeugen entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von insgesamt etwa 50.000 Euro. Die Unfallfahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Die Polizeiinspektion Ludwigsstadt ermittelt wegen einer Vielzahl von Straftaten im Kontext des Unfalls, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, fahrlässiger Körperverletzung und Nötigung im Straßenverkehr. Zeugen, die ergänzende Angaben zum Unfall oder zum grauen Pickup mit weißem Aufbau machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09263/975020 mit der Polizeiinspektion Ludwigsstadt in Verbindung zu setzen.