von unserer Mitarbeiterin 
Veronika Schadeck

Kronach — Am "Tag des Baumes" wurden unterhalb der Festung Rosenberg in der Haingasse drei neue Bäume im "Garten der neuen Erdenbürger" gepflanzt.
Philipp Mitter ist fasziniert. Er hält den Gießer in der Hand und spendet somit seinen Apfelbaum Wasser. Es ist ein Baum, den er mit seinen Schwestern Sophie und Chiara Mitter teilt. Zusammen mit ihnen, beziehungsweise mit seinen Eltern Christian und Tanja Mitter wird er das Wachstum des Baumes auf diesen schönen Platz in den kommenden Jahren beobachten.

Ein Anker in der Heimat

Der leitende Forstdirektor aus Nordhalben, Fritz Maier, der die Aktion fachlich betreut, freute sich über diese vierte Baumpflanzaktion. Knapp ein Jahr ist es her, dass der "Garten der neuen Erdenbürger" ins Leben gerufen wurde.
Drei Bäume wurden damals gepflanzt, mittlerweile sind es 14. Er hoffe, dass in einigen Jahren die gesamte Fläche des "Gartens der neuen Erdenbürger" mit Bäumen bepflanzt ist.
Karl Hurec vom Lions-Club wies darauf hin, dass Bäume die Entwicklung des Lebens symbolisieren. Bäume geben Schutz, Schatten, sind Lebensquellen und produzieren Früchte für die tägliche Ernährung. Sie symbolisieren aber auch Verzweiflung, weil sie sich nicht von der Stelle fortbewegen können.

Stadt pflegt den Garten

Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann betonte, dass die Stadt gerne ein Partner der Aktion sei. Sie sprach bezüglich des "Gartens für neue Erdenbürger" von Verbundenheit, Identität und Bewusstsein zur Stadt Kronach. Die Stadt übernehme auch gerne die Pflege für des Geländes.
Jeder, der nun einen Baum für ein Kind pflanzen möchte, kann zwischen Apfel, Kirsche, Birne oder Zwetschgen auswählen. Der Baum wird von Fachleuten gepflanzt. Ein witterungsbeständiges Schild am Stamm trägt den Namen des Kindes. Jederzeit haben die Eltern das Recht, ihren Baum zu besuchen und die Früchte zu genießen.
Karl Hurec hofft, dass dieser Baum die Kinder auch als Erwachsene an ihre Wurzeln erinnert. Auch wenn der eine oder andere einmal seine Heimat verlässt, soll dieser Baum ihn an Zuhause erinnern. Initiiert wurde das Projekt vom Lions-Club.


Die Baum-Pflanzer

Ingo und Gisela Cesaro für ihre Enkelin Greta Josefa Bocklet; Eva-Maria und Matthias Röder für ihre Tochter Trinity Röder; Christian und Tanja Mitter für ihre Kinder Sophie, Chiara und Philipp.