Am Dienstagvormittag besuchte die Bewertungskommission den Landkreis Kronach. Besucht wurden die Orte Bächlein, Hirschfeld und Windheim, wo sich die Kommission ein umfassendes Bild über die Erfüllung der vorgegebenen Kriterien machen konnte. Bis nächsten Dienstag, 18. Juli, fällt die Entscheidung, wer von den teilnehmenden Dörfern das schönste Dorf Oberfrankens ist.

In einem extra aufgestellten Zelt am Kräutergarten gab es zur Begrüßung des angereisten Komitees die ersten Erfrischungen mit Bioprodukten aus Hirschfeld.

"Hirschfeld hat eine wunderbare Atmosphäre", so Bürgermeister Thomas Löffler über seinen Geburtsort. Er sprach unter anderem von idyllischen Dorfteichen, schönen Anwesen, von einem Brunnen aus Sandstein etc.
Nachdem die Gemeinderäte Markus Löffler und Stefanie Neubauer ihr Team vorgestellt hatten, ging es los. Rund 40 Hirschfelder waren bei der Begehung dabei und standen dem Komitee Rede und Antwort. Die Flurkapelle, der Friedhof, der Windpark Himmelreich, das Mahnmal, das FC-Sportgelände, die Aumühle waren einige Stationen, die im Außenbereich besichtigt wurden.

Innerhalb der Ortschaft standen unter anderem das kleine Sägewerk, der Dorfanger, die Unternehmen Wicklein Kunststoffveredelung, der Kräutergarten, Dorfanger, die Kirche und die Nahversorgung auf dem Programm.
Markus Löffler, der federführend durch den Außenbereich führte und auch Stefanie Neubauer, die für den Innenbereich zuständig war sowie einzelne Mitglieder der beiden Arbeitsgruppen präsentierten die Vorteile ihrer Heimat mit viel Engagement. Es wurde unter anderem auf die vorhandene Nahversorgung, die wirtschaftliche Entwicklung - immerhin gibt es in dem kleinen Dorf rund 120 Arbeitsplätze -, auf Tradition, Brauchtumspflege und auf den Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft hingewiesen.

Im Gewölbekeller der Gastwirtschaft Förtsch fand die Schlussbesprechung statt. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende für Gartenbau und Landespflege, Günter Reif, sprach von einem guten Potenzial. Christiane Schilling vom Amt für Ländliche Entwicklung sprach in Anbetracht dessen, dass einst Napoleon auf dem Weg zu der Schlacht bei Jena durch das Dorf zog, "von einem historischen Erbe" des Waldhufendorfs. Als eine gute Sache würdigte sie die Überlegungen, aus dem alten Schulgebäude eine Tagespflegeeinrichtung zu machen.

Voll des Lobes war der Bezirksheimatpfleger Ulrich Wirz bezüglich der Tradition und Brauchtumspflege. Er bezeichnete es nahezu einmalig, dass bei einem Sportverein eine Sängergruppe integriert ist. Und er meinte voller Humor: "Der Truppe Napoleons hat der Verzehr der Kirchweihgänse im Jahre 1806 bestimmt nicht geschadet!"
Natürlich wurden auch Anregungen gegeben, beispielsweise als es darum ging, die Kräuter im Kräutergarten zu beschriften oder mehr Obstbäume in den Vorgärten anzubringen. Der Landschaftsarchitekt, Bernd Carl, brachte es auf den Punkt: "Macht weiter so, aber möglichst wenig - dann macht ihr alles richtig!"