Er ist unvergessen in Wallenfels und seinen Ortsteilen - Albert Striet hat mit seinem Wirken von 1990 bis 1996 viel bewegt. Vor allen Dingen die Jugend konnte er begeistern. Mit seinen Ideen und mit seiner Überzeugung.

Und deshalb waren sie auch alle hier, die Kinder und Jugendlichen von damals. Älter geworden aber immer noch mit der Begeisterung im Herzen, die ihnen damals Albert Striet als Pastoralreferent mitgegeben hat.

Es war, als wäre er nie weg gewesen, als ob sich nichts geändert hätte. Doch nun ist er Priester, geweiht am 11. Mai im Freiburger Münster von Erzbischof Robert Zollitsch. Aber Albert Striet sagt selbst "es ist wie nach Hause kommen, hier in Wallenfels."

Seit 1990 ist er im kirchlichen Dienst tätig und er weiß, viele junge Menschen haben Berufungen, auch für kirchliche Berufe. "Entdeckt diese Berufungen und fördert sie", bat er die Gemeinde.
Pater Jan Poja begrüßte Albert Striet und seinen Primizprediger Pfarrer Andreas Brüstle aus Freiburg in der Pfarrkirche St. Thomas. Den Primizgottesdienst umrahmten die "Angels" mit ihren Liedern.

"Er lässt sich nicht verbiegen und will stets solidarisch sein, so wie sein Primizspruch und die Darstellung der Brotvermehrung auf dem Primizbild zeigen", erklärte Pfarrer Andreas Brüstle in seiner Predigt. Albert Striet sei ein "Brotausteiler" geworden, er wisse, dass Jesus Heimat gebe und die Menschen geliebt habe. Er wisse, was es heißt Christ zu sein - nämlich heilsam sein und die Lebendigkeit im Glauben und die Freude weiter zu schenken.

In seiner Predigt gab Pfarrer Brüstle dem Neupriester einen Rat mit auf den Weg. In der Psychotherapie gebe es verschiedene Tiere, die den Menschen zugeordnet werden könnten. "Du bist eine Giraffe, eine mit einer großen Vision, die immer weiter blickt als andere. Mit deinem Giraffenblick schaust du über das heute hinaus, kannst tiefer und weiter sehen und viele Begabungen bei den anderen finden", sagte der Primizprediger.

Auch in den sechs Jahren seines Wirkens in Wallenfels habe er als Gemeindereferent viele Begabungen geweckt. Die "Angels" seien ein Beispiel dafür, wie man durch Ermutigen und Helfen viele junge Menschen zusammen bringen könne.

Botschafter für Wallenfels

Kirchenpflegerin Isabella Leipold erinnerte daran, dass Albert Striet in seiner Zeit in Wallenfels viele Freunde gewonnen habe. Er habe sich für einen Beruf entschieden, der in der heutigen Zeit nicht mehr so selbstverständlich sei. Damit er immer an Wallenfels erinnert werde, schenkte sie ein "Blechla" (ein Biertrinkgefäß), das ihn auf seiner Lebensreise begleiten soll.

Für Bürgermeister Jens Korn war es auch persönlich sehr bewegend, den Gottesdienst mit zu feiern und Albert Striet wieder zu begegnen, den er in seiner Jugend ebenfalls gut gekannt hat. "Schon damals haben wir alle gesagt, der Albert ist ein guter Pfarrer. Nun bist du angekommen in deiner Heimat, dem Priesteramt", sagte Korn. Viele junge Menschen habe er damals begleitet und viele von ihnen hätten in Wallenfels Wurzeln geschlagen.

Jens Korn überbrachte Albert Striet den Dank der Stadt, überreichte ein Stadtwappen und machte ihn damit offiziell zum "Botschafter für Wallenfels".