Weißenbrunn Nach dem Rücktritt von Erika Schramm (SPD) folgt Ruth Tölg (SPD) als neues Mitglied im Gemeinderat Weißenbrunn. Ruth Tölg wurde in der Sitzung am Dienstag durch Bürgermeister Egon Herrmann (FW) vereidigt.

Erika Schramm aus Thonberg gehörte 15 Jahre dem Gemeinderatsgremium in Weißenbrunn an. Bürgermeister Herrmann dankte ihr für ihr Engagement unter anderem auch in Ausschüssen und als Gleichstellungsbeauftragte. Für die SPD-Fraktion schloss sich Günther Oßwald den Dankesworten an. Ruth Tölg wurde als Listennachfolgerin vereidigt und in den Rechnungsprüfungsausschuss gewählt.

Christian Höfner (FW) übergab an den Bürgermeister eine schriftliche Beschwerde von Anwohnern aus Wildenberg über Lärmbelästigung durch die Windkraftanlagen am Reinberg. Der Bürgermeister sagte zu, das Schreiben an das Landratsamt weiterzugeben. Darin wird eine längere Messung der Lärmwerte gefordert, für dessen Anordnung das Landratsamt zuständig ist.

Einig waren sich die Räte auch über die Fortführung des offenen Ganztagesangebotes an der Grundschule Weißenbrunn in den Jahrgangsstufen eins bis vier für das Schuljahr 2017/2018. Die Gemeinde beteiligt sich am Budget mit 5000 Euro je Kurzgruppe beziehungsweise mit 5500 Euro je Langgruppe im Schuljahr. Das Gemeindeoberhaupt informierte, dass man für das laufende Schuljahr ein Budget von 82 900 Euro hat, wovon der Freistaat Bayern 61 900 Euro und die Gemeinde als Sachaufwandsträger 21 000 Euro zu tragen hat. Dabei setzt sich der Budgetanteil der Gemeinde aus 10 000 Euro (für zwei Kurzgruppen mindestens 120 Minuten) und für zwei Langgruppen mit 11 000 Euro zusammen. Der Förderbeitrag zur Mitfinanzierung durch die Kommune bleibt nach dem bisherigen Kenntnisstand unverändert.

Nach einigen Diskussionsbeiträgen gab es auch das einstimmige Votum für die Fortführung der Beauftragung des Caritasverbandes für den Landkreis Kronach als Kooperationspartner für die Offene Ganztagesschule (OGTS) an der Grundschule Weißenbrunn für das Schuljahr 2017/2018. Christian Höfner empfindet wenig Struktur im Ablauf der OGTS und störte sich auch an einigen Äußerungen in den Beurteilungsbögen. Er meinte auch, dass die Bundesfreiwilligendienstleistenden (Bufdi) überfordert wären, es werde nicht nach Konzept verfahren und die Hausaufgaben würden nicht korrigiert.

Dem widersprach Rektor Ralf Knöchel. Die OGTS habe ganz gezielte Strukturen und ein Konzept, nach dem man verfahre. Wenn einem Schüler die einstündige Zeit für Hausaufgaben nicht ausreicht, was durchaus vorkommen könne, dann seien die Eltern nicht aus der Verantwortung, sondern hätten die Pflicht, sich mit ihrem Kind zu beschäftigen, so der Rektor. Zweiter Bürgermeister Michael Bohl (CSU) dankte der Schulleitung und sprach im Namen der Eltern und Kinder, die sehr zufrieden mit der Betreuung in der OGTS sind, ein Lob aus.


Neue Schulmöbel

Das Gremium stimmte anschließend der Beschaffung von neuen Schulmöbeln zu. Der Auftrag für 50 Stühle und Tische ging an die Stockheimer Firma ASS zum Preis von 15 589 Euro.

Einverstanden zeigte sich das Gremium auch mit der Einrichtung eines Jugendtreffs an der Grundschule Weißenbrunn. In Absprache mit den Jugendbeauftragten Manfred Sünkel (SPD) und Alexander Bauer (CSU) sowie der Schulleitung wird die Betreuung den Bundesfreiwilligendienstleistenden obliegen. Der Start soll am Donnerstag, 27. April, erfolgen. Angedacht ist vorerst eine 14-tägige Durchführung von 17 bis 19 Uhr für Schülerinnen und Schüler des Altersbereiches von fünften Klasse bis 15 Jahre. Mögliche Inhalte könnten sein: Gesellschaftsspiele, Plätzchen backen, Basteln, Schminken, Kickern und mehr. Letztendlich können die Kinder und Jugendlichen bei den Inhalten mitentscheiden. Alexander Bauer (CSU) sprach von einer sehr guten Sache, dass man Räume der Grundschule nutzen kann.

Das Gremium beauftragte den Bürgermeister, die verschiedenen Feuerwehrausrüstungsgegenstände im Wert von 12 131,95 Euro bei der Firma Ludwig Feuerschutz, Bindlach, zu beschaffen. Der Gemeinderat bestätigte die beiden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Thonberg, Ersten Kommandanten Manfred Sünkel und stellvertretenden Kommandanten Florian Seuß, die am 10. Februar von ihrer Wehr neu gewählt wurden. Der Dank der Gemeinde ging an den bisherigen Ersten Kommandanten Uli Oßmann, der dieses Amt drei Jahrzehnte engagiert ausführte.
Unter Sonstiges kamen marode Straßen durch Stefan Leppert (SPD) und Heinz Roth (FW) und die Friedhofausstattung durch Herbert Spindler (FW) zur Sprache. Ralf Oßmann und Michael Bohl (CSU) erinnerten an Bauleitplanung und Ausweisung von Baugebieten.
Heinz Krause (FW) monierte, dass für April keine Bauausschusssitzung angesetzt ist, obwohl genug Themen und Aufgaben warteten. Der Bürgermeister begründete dies mit Personalmangel und seinem Urlaub. Danach werde wieder eine Sitzung einberufen.