Mithilfe der Förderoffensive Nordostbayern kann der Markt Küps einen weiteren Schandfleck beseitigen. Es geht dabei um das Anwesen Röthenstraße 5. Damit, so ist Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) überzeugt, wird eine wesentliche Ortsbildverbesserung erfolgen. Entstehen sollen auf dem Areal, das sich im Umfeld des Neuen Schlosses befindet, eine Grünfläche und private Parkflächen. Die Kosten belaufen sich auf rund 182 000 Euro.

Das Anwesen habe die Gemeinde gekauft, erklärte Rebhan in der Jahresabschluss-Marktgemeinderatssitzung am Dienstagabend. Bei einer Ortsansicht im Juli haben die Planer das gesamte Anwesen und auch das Gebäude von innen besichtigen können. Das Büro schließe eine Sanierung des Gebäudes aus.

Auf den ersten Blick, so erklärte der Fachbereichsleiter Christian Ebertsch, sei es ein schönes und kleines Gebäude. Bei der näheren Betrachtung zeigen sich aber massive Feuchtigkeitsschäden und Risse in den Wänden. Zudem stehe das Haus auf blankem Boden. "Die Bausubstanz gibt eine Sanierung nicht her!" Das ganz Haus müsste gehoben werden. Eine Folgenutzung wäre nicht leistbar.

Der Bürgermeister erklärte weiter, dass bei der Nachbebauung auf einen qualitativ hochwertigen Ersatzbaukörper geachtet werde, der sich stimmig in das vorhandene Ensemble einfüge. Zudem soll die fußläufige Verbindung verbessert werden. Möglich seien zwei gut gestaltete Garagen sowie ein Stellplatz für ein Wohnmobil.

"Zwei Garagen und ein Carport für 182 000 Euro sind sehr viel", gab Ralf Pohl (SPD) zu bedenken. "Es wird mit öffentlichen Mitteln gebaut!" Sein Fraktionskollege Dieter Lau sprach von der Wichtigkeit einer Neuordnung an dieser Stelle. Allerdings dürfe der Schwerpunkt nicht auf das Parken gelegt werden.

Er sei von dieser Lösung sehr angetan, erwiderte der Bürgermeister. Matthias Hopf (FW) schlug eine Beleuchtung für den Fußweg vor. Letztendlich stimmte das Gremium dem vorhandenen Konzept zu.

Im Zusammenhang mit der Änderung des Flächennutzungsplans für das Gewerbegebiet "Luitpoldlinden" in Schmölz gingen bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden noch einige Anregungen ein. Das Planungsbüro IVS stellte jedoch klar, dass vor einer Entscheidung ein Lärmschutzgutachten erforderlich sei. Zudem müsse ein Bodengutachten klären, ob der Grund für eine Versickerung geeignet sei. Die Kosten dafür werden bei rund 10 000 Euro liegen.

Zudem legte der Marktgemeinderat den beitragsfähigen Erschließungsaufwand und den Baulandpreis für die Wohngebiete "Zettlitzweg/Melanger" in Küps mit 73,94 Euro und für das Baugebiet "Lohäcker" in Burkersdorf mit 73,83 Euro fest. Die Verwaltung wurde beauftragt, den notariellen Vollzug und den Verkauf der Grundstücke in die Wege zu leiten.

Aus dem Gemeinderat

Kindergarten Bürgermeister Rebhan gab bekannt, dass der Markt für den Neubau des Kindergartens "St. Jakobistrolche" neben staatlichen Zuweisungen nach dem Finanzausgleichsgesetz in Höhe von 1 722 000 Euro zusätzlich 190 000 Euro aus dem Sonderförderprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" erhalte. Insgesamt werden rund drei Millionen Euro in den Neubau investiert. Der Eigenanteil des Marktes am Bauvorhaben der Ev. Kirchengemeinde ist bei 766 000 Euro gedeckelt. In Kürze könne man nun mit dem Bau des Kindergartens starten.

Ausblick Am Schluss der öffentlichen Sitzung zog Rebhan in seinen Jahresschlussworten Resümee und gab einen Ausblick über Projekte für 2021. Unter anderem nannte er den Abriss des Mittelbaus und den Neubau der Grundschule sowie Turnhalle, den Neubau eines Kindergartens mit Kinderkrippe, die Ortsdurchfahrt Hain mit der Tiefenkleiner und Wildenberger Straße. Der Bürgermeister ging auch auf die laufenden Dorferneuerungen ein. Neu sei die Chance auf eine Dorferneuerung in Au mit Schaffung eines Fernwärmenetzes. Bei der Sanierung von Wasserleitungen habe man mit dem Tiefbrunnen Küps I und dem Melanger wichtige Projekte angestoßen, die im kommenden Jahr umgesetzt werden.