Hoch her ging es am Sonntag beim Kirchweihumzug in Sickershausen. Mit dabei: Fußballer aus Island und einige trinkfeste Mönchsbrüder.
Hoch her ging es am Sonntag beim Kirchweihumzug in Sickershausen. Da tummelten sich die Fußballer als Isländer und die Frauen trauerten Kinderwagen schiebend ihrer aufgelösten Mannschaft hinterher.
Die vielen Schaulustigen sahen einen lebhaften Umzug, in dem mehrere Gruppen ihr Streben nach Frieden statt Krieg propagierten. Das Thema für die trinkfesten Geometer war schnell klar: Das 500-jährige Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebotes. Da hebten die Frackträger ebenso die Maßkrüge mit dem Gerstensaft wie auch die Mönchsbrüder in ihren Kutten.
Vor dem Umzug würdigte Oberbürgermeister Siegfried Müller das Engagement von Weinprinzessin Katrin Steinberger, die ein weiteres Amtsjahr anhängt. Die Majestät dankte dem Weinbauverein und den Hofräten für ihr Vertrauen und ihrer Familie für die große Unterstützung. „Das ist als Sickershäuser heute natürlich ein Pflichttermin für dich“, wandte sich der OB an Hofrat Alexander Nuss, der mit dem Hofstaat präsent war.
1#googleAds#100x100
Der Kirchweihprediger berichtete vom Kartverein, der ein internes Schafkopfturnier nicht zu Ende gebracht hatte, weil manche tatsächlich während der zweiten Runde eingeschlafen waren. Verschnarcht sei besagter Verein auch beim Dart-Turnier gewesen, wo keiner auf die Kasse aufgepasst habe und sämtliche Einnahmen verschwunden seien. Etwas verrechnet habe sich laut dem Prediger der Geometer „Kaputtnix“, der sich wegen Verdauungsproblemen ein Abführmittel besorgt habe. Der Geo habe sich aber um drei Stunden vertan, mit der Folge, dass er bei einem Praktikum alle halbe Stunde aufs Klo rennen musste.
Einem anderen Geometer riet Thomas Beer, künftig an den Brombachsee zu fahren statt nach Bulgarien zu fliegen. Denn dann käme die Arztrechnung nicht mehr teurer als der Urlaub.
Weiter plauderte Beer von Ausgräbern, die ihren Kumpel Hamburger ins Kitzinger Krankenhaus besuchen wollten, doch fanden sie den Patienten unter der Zimmernummer nicht, lag er doch in der Würzburger Uni. Andere hätten nach Kegelabenden mit dem Fahrrad Überschläge produziert oder nach Diskobesuchen oder auf dem Kitzinger Weinfest sich beinahe Anzeigen wegen Sachbeschädigungen eingehandelt.
Ebenso voll gewesen und dumm angestellt habe sich ein Bursche nach dem heimischen Weinfest. Nach zehn Minuten vor der eigenen Haustüre habe er gemerkt, dass diese sich nicht öffnen lässt, wenn es einer ohne Schlüssel probiert.