Die Gemeinde Rödelsee zahlt den Beschäftigten des Kindergartens eine Wertschätzungsprämie in Höhe von 500 Euro. Eingeschlossen sind Reinigungskräfte, Hausmeister und Küchendienst. Bei aktuell 21 Mitarbeitern sind das 10 500 Euro. Nachdem der Gemeinderat das am Freitag in nicht öffentlicher Sitzung einstimmig beschlossen hatte, machte Bürgermeister Burkhard Klein dies nun öffentlich.

Die Gemeinde unterstütze damit, laut Klein, die Aktion des evangelischen Kita-Verbandes, der dies angeregt hatte. Da der Freistaat Bayern mit Bonuszahlungen für Lehrkräfte ein besonderes Engagement in der Corona-Krise würdigen und anerkennen werde, möchte der evangelische Kindertagesstätten-Verband auch für Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen eine solche Wertschätzungs-Prämie.

Trägerwechsel beim Kindergarten steht bevor

Beim Kindergarten Rödelsee steht außerdem der Trägerwechsel bevor. Mit dem Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Kitzingen, wird ein Vertrag geschlossen. Nicht nur, aber auch aufgrund der sehr angespannten Situation, die seit geraumer Zeit und auch noch aktuell im Kindergarten vorherrsche, wäre es ein wichtiges und gutes Signal der Wertschätzung seitens der Gemeinde, dieser Forderung des evangelischen Kindertagesstätten-Verbandes mit einer Eigeninitiative der Gemeinde Rödelsee Nachdruck zu verleihen, teilt Klein mit. Wie schon bei den Elternbeiträgen, die später durch den Freistaat Bayern übernommen wurden, sollte zu erwarten sein, dass der Freistaat oder der Bund diese Wertschätzungs-Prämien ausbezahlt beziehungsweise in gleicher Weise wie die Elternbeiträge erstattet.

Die Gemeinde stellt über die örtlichen Abgeordneten des Bayerischen Landtags und des Deutschen Bundestags entsprechende Anträge, die dazu führen sollen, dass diese Wertschätzungsprämie gewährt beziehungsweise die dann schon von der Gemeinde bezahlten Kosten erstattet werden. Die Gemeinde würde nur dann diese Prämie aus Eigenmitteln des Corona-Schutzschirms bezahlen, wenn tatsächlich weder Bund noch Land entsprechende Sonderzahlungen selbständig bewilligen.

Budget für Corona-Maßnahmen noch nicht ausgeschöpft

Der Gemeinderat hatte ein Budget für Corona-Maßnahmen in Höhe von 75 000 Euro beschlossen. Hiervon sind laut Klein bisher rund 32 351 Euro ausgegeben. Die Erstattung der Elternbeiträge, die von der Gemeinde vorfinanziert wurde, erfolgte inzwischen durch den Freistaat gegenüber dem Trägerverein und wurde von diesem wiederum an die Gemeinde zurückerstattet. Es ist laut Klein wohl davon auszugehen, dass bei einem künftigen Lockdown dieselben Fördermechanismen greifen. Die Gemeinde wird hier, auch das beschloss der Gemeinderat einstimmig, wieder in Vorleistung gehen, wenn der Kindergarten geschlossen werden müsste.