Weniger Einwohner in Mainbernheim
Autor: shi
Mainbernheim, Dienstag, 27. Februar 2018
Der städtische Haushalt für 2018 ist vom Stadtrat in Mainbernheim einstimmig verabschiedet worden.
Der städtische Haushalt für 2018 ist vom Stadtrat in Mainbernheim einstimmig verabschiedet worden. Das Gesamtvolumen beträgt laut Kämmerer Dieter Brunner rund 7,1 Millionen Euro und blieb nahezu unverändert seit der Vorbesprechung im Januar (wir berichteten).
Mit dem neuen Haushalt seien Voraussetzungen geschaffen, um die Gesamtentwicklung der Stadt weiter zu verbessern, meinte Bürgermeister Peter Kraus. So hat der Kämmerer für 2018 im Vermögenshaushalt (3,07 Millionen Euro) rund 2,9 Millionen Euro für Investitionen veranschlagt: Die größte umfasst die Erschließungs- und Straßenausbaukosten für das Baugebiet Langwasen (rund eine Million Euro). Die Investitionen in das Baugebiet seien nötig, sagte das Stadtoberhaupt, denn trotz vieler positiver Entwicklungen der Kommune habe Mainbernheim einen eklatanten Einwohnerrückgang zu verzeichnen: Waren es im Jahr 2000 noch rund 2350 Einwohner, wies das Statistische Landesamt Ende 2017 nur noch 2157 Einwohner auf – trotz eines vollen Baugebiets „Am Zahn“.
Sanierungsmaßnahmen in der Altstadt (500 000 Euro), Kanäle (450 000 Euro), die Verbesserung der Breitbandversorgung (200 000 Euro) und die Erweiterung des Kindergartens (250 000 Euro) sind weitere wichtige Investitionsprojekte. Auch Mittel für ein neues Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr (125 000 Euro) und für eine Außensanierung am Kirchturm (30 000 Euro) sind eingestellt. Diese Vorhaben finanziert die Stadt zum Teil durch Zuschüsse des Freistaates und des Bundes, zum Teil durch den im Verwaltungshaushalt erwirtschafteten Überschuss (690 000 Euro) und Rücklagen. Die Erschließungskosten für das Baugebiet „Langwasen“ sollen durch Einnahmen aus dem Verkauf der Bauplätze gedeckt werden.
Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt (4,06 Millionen Euro) sind die Personalkosten mit 27,2 Prozent der größte Posten. Das finanzielle Hauptstandbein auf der Einnahmenseite bleibt die Einkommensteuer: Ihr Anstieg kann Rückgänge bei der Gewerbesteuer voraussichtlich auffangen. Das Stadtoberhaupt sprach von einer geordneten Finanzlage mit einer Pro-Kopf-Verschuldung auf landesdurchschnittlichem Niveau (rund 630 Euro pro Einwohner) und weiter sinkenden Schulden (Tilgung: 128 000 Euro, Zinsen: 28 000 Euro). Die vom Statistischen Landesamt ermittelte Steuerkraft der Stadt liegt an 13. Stelle bei 31 Landkreisgemeinden (706 Euro je Einwohner).