Weinhotel: Pläne werden umgekrempelt
Autor: Harald Meyer
Volkach, Dienstag, 11. Juli 2017
Das Weinhotel an den Volkacher Erlachhöfen soll kommen. Aber anders, als bisher geplant. Der Stadtrat tagt deshalb am 31. Juli. Da geht's auch ums Freibad.
Der Startschuss für die Zukunftspläne des Weinguts Römmert fiel vor knapp einem Jahr im Volkacher Stadtrat: Der wird sich am 31. Juli erneut mit dem Millionenprojekt rund um ein Weinhotel an den Erlachhöfen beschäftigen – allerdings unter neuen planerischen Vorzeichen, wie Bürgermeister Peter Kornell in der Ratssitzung am Montagabend erläuterte.
Die Pläne für das Vorhaben der Römmert Wein- und Ferienland GmbH (Waldkrainburg) sind laut Bürgermeister Peter Kornell deutlich umgekrempelt. Im Vorbescheid vom August vergangenen Jahres wären die alten Römmert-Bauten am Erlachhof 1 abgerissen und an ihrer Stelle ein neues Weingut und ein Weinhotel mit bis zu 100 Zimmern gebaut worden. Auf dem Grundstück gegenüber – an den Weinbergen war ein Austragshaus mit Maschinenhalle geplant, sowie 60 Stellplätze fürs Hotel.
Eine entsprechende Voranfrage war im Februar im Bauausschuss positiv beschieden worden. Der Bau des Austragshauses in den Weinbergen sollte der Einstieg in das Gesamtvorhaben sein.
„Von dieser Planung ist der Bauherr abgerückt“, sagte Kornell. Das Weinhotel werde nun auf der Gegenseite entstehen, das Weingut samt dem Wohnhaus unangetastet bleiben. Wie die neue Planung im Detail aussehe, werde sich am 31. Juli zeigen, wenn der Bauantrag im Stadtrat zur Diskussion stehe.
Gutachten zum Freibad
Besonders öffentlichkeitswirksam dürfte ein zweiter Tagesordnungspunkt in dieser Sitzung sein. Laut Kornell wird das lange erwartete Gutachten zum Freibad präsentiert. Das soll den Zustand der 50 Jahre alten Einrichtung beurteilen und die Frage beantworten, wie die Zukunft der Anlage aussehen könnte.
Erhofft von Stadt und Stadtrat werden vor allem belastbare Kosten für zwei Erhaltungsvarianten für das dringend sanierungsbedürftige Bad. Da geht es zum einen um eine Generalsanierung und zum anderen eine Möglichkeit, bei der das Bad mit kostengünstigen Mitteln über Jahre in einem für die Besucher brauchbaren Zustand gehalten wird. Kornell sieht das Gutachten recht entspannt: „Das ist in einer halben Stunde vorgelegt. Ich kenne es schon“, erklärte er im Stadtrat.
Um das Freibad kämpft vor allem der Förderverein Volkacher Bäder. Dessen Aktive stecken nicht nur viel Arbeitszeit in die Erhaltung der Anlage, sondern versuchen auch Geld dafür aufzutreiben.