Die Wiesentheider Kirchweih Ende September musste in diesem Jahr wegen den coronabedingten Einschränkungen komplett anders über die Bühne gehen wie gewohnt. Unabhängig vom veränderten Ablauf lud der Vorsitzende des Bürgerblocks, Niklas Kapp, zu einer Ideenwerkstatt, wie er es nannte, wie die Kirchweih künftig neu belebt und strukturiert werden könne. Das Ganze solle nicht politisch gesteuert sein, sondern als Austausch und Sammlung von Ideen dienen, sagte er eingangs des Treffens.

Die zwölf Teilnehmer unterhielten sich recht angeregt über die traditionelle Veranstaltung, die stark an Zugkraft bei den Gästen eingebüßt hat, wie nicht nur Kapp feststellte. Nicht nur am Ablauf des Festwochenendes solle man manches ändern, darüber waren sich die Gekommenen einig.

Organisator des Ganzen ist die Gemeinde, Bürgermeister Klaus Köhler und Josef Laudenbach von der Verwaltung waren ebenso zu dem Gedankenaustausch gekommen. Dabei warf etwa Hans Müller auf, ihm fehle bei dem Ganzen ein Konzept. "Für wen ist das Fest eigentlich? Wer soll angesprochen werden."

Kritisiert wurde die Steigerwaldhalle, die sonst im Zentrum des Fests steht. Die Einrichtung der Halle für das Fest sei nicht unbedingt einladend, man müsse sie anders gestalten. Die Bewirtung und vor allem das angebotene Essen folgte als nächstes. Ralf Kederer schlug eine Art kulinarische Kirchweih mit hochwertigerer Speisekarte vor. Man müsse eben mehr bieten, wenn mehr Gäste kommen sollen. Hier schlug Michael Lorey einen Bereich im Freien, eine Art Biergarten vor der Halle, vor.

Manche weiteren Punkte wurden angeschnitten. Beim Ablauf regte Niklas Kapp an, künftig mehr als nur den Auftakt heraus zu stellen. An dem Tag könne man den Kirchweihbaum aufstellen, nach dem Umzug zur Halle solle dort eine Musikgruppe spielen. Beibehalten werden solle in jedem Fall der Kirchweihlauf am Samstag, bei dem man über eine späteren Start nachdenken solle.

Kritik gab es dagegen für den sonst am Sonntag stattfindenden Markt. Dieser müsse unbedingt aufgewertet werden. Auch hier gab es interessante Vorschläge. Für den Montag wurden Vorschläge gemacht, der Dienstag solle dagegen in der bisherigen Form bleiben, hieß es.

Einig waren sich die Gekommenen, dass die Gemeinde die Organisation des Ganzen behalten müsse. Bürgermeister Köhler bot an, ein weiteres Treffen zur Kirchweih im Frühjahr anzuberaumen. Als Ergebnis wurde vereinbart, dass Vertreter anderer an der Kirchweih beteiligter Gruppen, wie die Jugend von Wiesentheid oder vom Wirtschafts- und Kulturverein, dem erneuten Treffen beiwohnen.