Verein im Lot, die Fußballer in Abstiegsnot
Autor: Hartmut Hess
Iphofen, Donnerstag, 31. März 2016
Die Fußballer des 1. FC Iphofen befinden sich in Abstiegsnot, während beim Hauptverein alles im Lot ist. In der Vereinsführung herrscht Kontinuität.
Die Fußballer des 1. FC Iphofen befinden sich in Abstiegsnot, während beim Hauptverein alles im Lot ist. In der Vereinsführung herrscht Kontinuität, wie die Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung zeigten. „Dass alle wieder kandidierten und einstimmig wiedergewählt wurden, ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich“, fand Vorsitzender Frank Kristinus.
Er bildet weiter mit seinem Stellvertreter Jürgen Ruft, Kassiererin Ingrid Ruft und Schriftführer Falk Hauschild den geschäftsführenden Vorstand. Die Kassenprüfung obliegt Birgit Humann und Dieter Lenzer. Als Beisitzer fungieren Florian Freygang, Karl-Heinz Holthausen, Matthias Humann, René Ruft und Bernd Schönig. „Unser FCI ist gut aufgestellt“, sagte der Vorsitzende, der einen Ehrungsreigen vor sich hatte. Zusammen mit Jürgen Ruft ehrte er 40 treue Mitglieder, wobei Ernst Schmidt herausragte. Seit 70 Jahren schlägt dessen Herz für den Fußballclub, was der Verein mit der Ernennung zum Ehrenmitglied honorierte.
1#googleAds#100x100„Von den erhofften Saisonzielen sind wir weit entfernt“, bekannte Sportleiter René Ruft für die erste Mannschaft der Fußballer. So lange es rechnerisch möglich sei, wollten die Iphöfer alles tun, um den drohenden Abstieg aus der Kreisklasse zu verhindern. In der Winterpause trat Elmar Most – früher als geplant – als Trainer die Nachfolge von Michael Volkamer an und die Schwanbergler hoffen, dass mit Most der Umschwung gelingt. Für die kommende Saison konnte der Verein einige neue Spieler verpflichten und weitere Verstärkungen sollen folgen. René Ruft informierte die Mitglieder, dass in den nächsten Jahren weniger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nachrücken werden. Bei den Jüngsten der Altersklasse U7 bis U9 hat der Verein 54 Spieler, weniger sind es mit 38 Nachwuchskickern in den älteren Jugendklassen, die unter der Fahne der Jugendfußballgemeinschaft (JFG) Schwanberg spielen. Die JFG mit weiteren beteiligten Vereinen hat sieben Mannschaften im Spielbetrieb und seit Herbst vergangenen Jahres hat Frank Kristinus auch den JFG-Vorsitz übernommen.
Die Judoabteilung war recht aktiv. Die Judokas absolvierten Gürtelprüfungen und Trainerlehrgänge, zudem waren sie auch beim Sportabzeichenwettbewerb aktiv. Die Verantwortlichen um Abteilungsleiterin Ulrike Weiglein geben ihre Erfahrungen auch an Menschen mit Handicaps weiter durch ein Inklusions-Projekt zusammen mit dem Behinderten- und Versehrtensportverein Kitzingen. Die Tennisabteilung präsentiert sich konstant und hat derzeit fünf Mannschaften in der Medenrunde dabei. Abteilungsleiter Reinhard Schneider hatte sich in schwierigen Zeiten um die Abteilung verdient gemacht und kündigte jetzt seinen Rückzug nach 20 Jahren im Amt an.
Frank Kristinus teilte mit, dass der FCI die Mitgliederzahl leicht auf 526 Personen steigern konnte, wobei die Fußballer mit über 400 Mitgliedern den Großteil ausmachen. „Wirtschaftlich stehen wir ganz okay da“, meinte der Vorsitzende und „Finanzministerin“ Ingrid Ruft präsentierte entsprechend positive Zahlen.
Ingrid und Jürgen Ruft galt der besondere Dank und Applaus der Mitglieder, sorgen sie doch seit vielen Jahren federführend für den Thekendienst im Sportheim. Dass der Verein in der Vergangenheit nie seine Sollstunden beim Winzerfest erreichte, ist Schnee von gestern. Denn die bisherige Winzerfestgemeinschaft gibt es nicht mehr und als Verein beteiligt sich der Fußballclub nicht an der „Weinbau-Genossenschaft“ für die Organisation des Winzerfestes.
Geehrte: 70 Jahre Mitgliedschaft: Ernst Schmidt;