Für eine solche Ehrung wäre normalerweise Landrätin Tamara Bischof zuständig, aber Corona machte auch bei der Würdigung der besonderen Verdienste für die kommunale Selbstverwaltung einen Strich durch die Rechnung. Bürgermeisterin Gerlinde Stier übernahm in der Sitzung des Kleinlangheimer Marktgemeinderates am Dienstagabend im Sportheim den Part der Landkreischefin und hob bei der Übergabe der Verdienstmedaille an die langjährigen Ratsmitglieder Hans Braun, Dieter Brunner und Thomas Schellhorn deren Einsatz für die Gemeinde und Ortsteile hervor. Daneben überbrachte sie auch die Dankesworte von Innenminister Jochen Herrmann.

Hans Braun ist Vorsitzender der Soldatenkameradschaft und Mitglied der katholischen Kirchenverwaltung. Im Gemeinderat ist er bei allen Grenzangelegenheiten zur Stelle. Stark eingebunden ist er in die Kleinlangheimer Dorferneuerung. Die Bürgermeisterin hob zudem seinen Einsatz bei der Sanierung der Kirchenburg hervor.

Seit 2002 ist Dieter Brunner im Gemeinderat, und seit 1979 ist er eine der Stützen der Freiwilligen Feuerwehr, wo er als Jugendwart, Gruppenführer und Vorstandsmitglied die Reihen verstärkt. Daneben gehört er dem Vorstandsgremium des VfL Kleinlangheim an, dem Arbeitskreis Dorferneuerung und dem Förderkreis Kirchenburg.

Thomas Schellhorn war vor seiner Zeit als Ratsmitglied seit 2002 schon Ortssprecher. Als Wald- und Flurbeauftragter für Haidt/Stephansberg ist er auch für das Wegenetz und Grenzlinien zuständig. Sein Wissen ist in dieser Hinsicht vor allem bei Erdverkabelungen wichtig, wie die Bürgermeisterin betonte, die sich bei den drei Geehrten für ihren Einsatz zum Wohle der Gemeinde mit einem Präsent bedankte.

Förderung bewilligt

Einstimmig befürwortet wurde die Vereinbarung mit dem Amt für ländliche Entwicklung zum Teilrückbau der Gartenmauer in der Wiesenbronner Straße 36. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass bei dieser Maßnahme zur Gehwegverbreiterung der ursprüngliche Antrag an das Amt für ländliche Entwicklung zwecks Förderung zunächst abgelehnt, aber dann doch Gehör gefunden habe. So könne bei den Kosten von über 18 000 Euro mit einem Zuschuss von 62 Prozent gerechnet werden.

Die Höhe des Kostenvolumens liege an der Bruchsteinmauer, lautete die Erklärung zu den Fragen aus dem Ratsgremium. Ein breiterer Gehsteig kann auch im Zuge des Bauantrags in der Bahnhofstraße entstehen, wo nach Abriss eines Schuppens, eines Teilabrisses der Scheune und der Wohnhauserweiterung der Stellplatz nach hinten rückt. "Wir arbeiten schon seit längerer Zeit darauf hin, dass die Engstellen verschwinden", sagte die Bürgermeisterin dazu.

Zufrieden war sie damit, dass für die Dorferneuerung in Atzhausen im vergangenen Jahr einige Maßnahmen umgesetzt wurden und jetzt im Bereich des Feuerwehrgerätehauses noch eine Lagerhalle entstehen soll, zu der das Amt für ländliche Entwicklung schon Vorschläge machte und dazu riet, nach Möglichkeit auch über die Schiene des Regionalbudgets einen Zuschuss zu bekommen. Falls dieser Topf nichts gebe, "müssen wir erneut beim Amt nachhaken".

Gestattungsvertrag notwendig

Für das Solarkraftwerk in der Atzhäuser Flur und in der Haidter Gemarkung wird ein Gestattungsvertrag aufgrund von Leitungsverlegung und –erneuerung notwendig. Willi Köhler regte an, den Eintrag von Grunddienstbarkeiten zu Lasten der Firma vorzunehmen, etwaige notwendige gemeindliche Baumaßnahmen auf Firmenkosten durchzuführen und Leitungsverlegungen durch die Firma vornehmen zu lassen. Falls Grabungsarbeiten in der Haidter Flur notwendig werden, müssten diese in offener Bauweise durchgeführt werden, da alte Drainagerohre vorhanden sind. Durchgeführt werden soll auch eine gemeinsame Begehung der Flurwege. Die Folgen bei einem eventuellen Rückbau der Solaranlage müssen noch geklärt werden, meinte die Bürgermeisterin zur Frage von Thomas Schellhorn. Der Gestattungsvertrag wurde bei einer Gegenstimme befürwortet.