Über sechs Millionen Euro mehr vom Freistaat
Autor: Barbara Herrmann
Kitzingen, Donnerstag, 19. Dezember 2013
Quer durch den Landkreis beschließen dieser Tage Gemeinden den Haushalt für 2014. Wichtiger Bestandteil dessen sind die Schlüsselzuweisungen, über die der Freistaat die Kommunen an seinen Steuereinnahmen beteiligt. Sie sollen die Finanzkraft steuer- bzw. umlageschwacher Gemeinden bzw. Landkreise stärken.
Quer durch den Landkreis beschließen dieser Tage Gemeinden den Haushalt für 2014. Wichtiger Bestandteil dessen sind die Schlüsselzuweisungen, über die der Freistaat die Kommunen an seinen Steuereinnahmen beteiligt. Sie sollen die Finanzkraft steuer- bzw. umlageschwacher Gemeinden bzw. Landkreise stärken.
Die gute Nachricht für die Stadt und den Landkreis Kitzingen: Beide bekommen 2014 deutlich höhere Schlüsselzuweisungen als im laufenden Jahr. Das geht aus den Pressemitteilungen der unterfränkischen Landtagsabgeordneten Otto Hünnerkopf (CSU), Günther Felbinger (Freie Wähler) und Volkmar Halbleib (SPD), hervor. Der Landkreis kann sich über ein Plus von 1,98 Millionen Euro freuen, er erhält gut 11,93 Millionen Euro. Besonders deutlich ist der Anstieg bei der Stadt Kitzingen mit einem Anstieg von knapp 1,45 Millionen Euro (48,9 Prozent) auf gut 4,4 Millionen Euro.
Aber auch die kreisangehörigenden Gemeinden im Landkreis Kitzingen erhalten knapp 3,2 Millionen Euro mehr, das ist ein Plus von 21,4 Prozent. Der Freistaat überweist also an die Stadt Kitzingen, den Landkreis und seine Gemeinden 2014 zusammen rund 6,6 Millionen Euro mehr als noch 2013.
Neben der Stadt Kitzingen profitieren zahlreiche Gemeinden von gestiegenen Schlüsselzuweisungen: Die Stadt Dettelbach beispielsweise erhält gut 338 000 Euro (50,6 Prozent) mehr, bei Markt Einersheim ist es sogar ein Anstieg um knapp 446 Prozent (126 500 Euro) auf rund 155 000 Euro. Allerdings hatte die Gemeinde im Jahr zuvor auch nur 28 000 Euro erhalten.
Weitere Orte des Landkreises, die sich über ein Plus für ihre Haushaltskasse freuen können sind unter anderem Sulzfeld (136 000 Euro, 47,2 Prozent mehr), Wiesenbronn (80 000 Euro, 49 Prozent mehr) und Wiesentheid (288 500 Euro, 141,3 Prozent mehr). Leer gehen Abtswind, Iphofen, Marktbreit und Marktsteft aus, Mainbernheim bekommt knapp 103 000 Euro weniger (minus 22,5 Prozent).
Soweit die Zahlen, in ihrer Interpretation unterscheiden sich die Pressetexte der Abgeordneten allerdings deutlich. Während bei Hünnerkopf (CSU) von „Spielräumen für ein attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld vor Ort“ die Rede ist, die dank der gestiegenen Schlüsselzuweisungen geschaffen werden, beklagen Felbinger (FW) und Halbleib (SPD) die angespannten finanziellen Lagen vieler Gemeinden. Die gestiegenen Schlüsselzuweisungen dürften „nicht über den Nachholbedarf beim kommunalen Finanzausgleich hinwegtäuschen“, schreibt Halbleib.