TraumRunden bald auch über Kleinlangheim
Autor: wwo
Kleinlangheim, Donnerstag, 20. April 2017
Kirchenburg, Mühlen, Wald und Weinberg: Kleinlangheim hat für Wanderer einiges zu bieten. Die Gemeinde will sich jetzt eine Strecke in die TraumRunden integrieren.
Wenn es um den Tourismus geht, soll Kleinlangheim kein weißer Fleck auf der Landkarte sein. Für einen „touristischen Einstieg“, wie es Bürgermeisterin Gerlinde Stier formulierte, wurden in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend die Weichen gestellt. Gegen eine Stimme sprach sich der Rat dafür aus, die Voraussetzungen für die Anbindung an die Traumrunden-Strecke in Wiesenbronn mit einem großen Schild und verschiedenen Hinweisen zu schaffen.
Wer nicht dabei ist, wird abgehängt
„Wenn wir gar nicht dabei sind, werden wir irgendwann abgehängt“, lauteten die deutlichen Worte der Bürgermeisterin. Fast alle Ratsmitglieder vertraten die gleiche Meinung und plädierten dafür, entsprechende Hinweise und Informationen zu interessanten Punkten im Dorf und in der Flur zu geben, so zum Beispiel auf die Kirchenburg. Die würde als erstes Ziel nach dem Start am westlichen Ortseingang auf die Wanderer warten.
1#googleAds#100x100Außerdem hat Kleinlangheim auf dieser Strecke entlang der Mühlen und an den Weinbergen und teilweise am Wald einiges an schönen Punkten zu bieten, wie einige Ratsmitglieder betonten. Für das große Schild, die Wegweiser und Aufkleber sind Kosten von rund 2800 Euro fällig, sagte die Bürgermeisterin zur finanziellen Seite. In Wiesenbronn wird es Hinweise auf die Strecke in der Kleinlangheimer Gemarkung geben. Außerdem werden neue Flyer gedruckt, in denen dann auch Kleinlangheim vertreten sein wird, „die werden dann auch verschickt“, kündigte die Bürgermeisterin an.
Weitere Themen im Gemeinderat
• Zusammen mit der Wiesenbronner Feuerwehr hatte die Kleinlangheimer Wehr die Ausrüstung gemeindlicher Feuerwehrfahrzeuge mit Digitalfunkgeräten in die Wege geleitet. Der Kleinlangheimer Kommandant Rainer Bock hatte Angebote eingeholt, von denen die Eisinger Firma Leicht mit rund 5400 Euro Gesamtvolumen die günstigste war. Der Kleinlangheimer Anteil beträgt 3678 Euro, die Vergabe an die Firma erfolgte einstimmig.
• Angebote für die Erneuerung der Treppe am Haidter Gemeindehaus im Zuge der Dorferneuerung hatte Architektin Brigitte Horak eingeholt. Mit rund 16 000 Euro gab die Firma Stark aus Untersteinbach das günstigste ab und erhielt den Auftrag. Die Bürgermeisterin zeigte sich überzeugt, dass Kosten eingespart werden können, da auch die Leute vom Bauhof mitarbeiten können.
• Bei der Erweiterung des Kindergartens um 103 Quadratmeter auf dann 634 Quadratmeter Betriebsfläche fallen Kosten in Höhe von rund 634 000 Euro an. Da die evangelische Kirchengemeinde Träger des Kinderhorts und die politische Gemeinde der Baulastträger ist, wird über die Kirchengemeinde ein Antrag an die Landeskirche auf Bezuschussung der Baumaßnahmen gestellt, so der einstimmige Beschluss des Ratskollegiums.
• Neue Wege werden in Kleinlangheim bezüglich des Weinfestes beschritten. Das Fest wird nicht mehr im Festzelt, sondern auf dem Festplatz am früheren Sportplatz ausgerichtet, den die Bürgermeisterin als „Schmuckstück“ bezeichnete, nachdem die Leute vom Bauhof aktiv waren. So wurde die Lagerhalle für das Fest zu einer Spülhalle umgebaut. Gepflanzt wurden auf dem Festplatz auch schon sieben Bäume, für die auch schon drei Patenschaften übernommen wurden, nachdem Gemeinderätin Maria Wallrapp in der Sitzung die Bereitschaft der Landbäuerinnen für einen Baum bekundet hatte.