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TraumRunden: Aus acht werden 15


Autor: Siegfried Sebelka

Kitzingen, Donnerstag, 05. Oktober 2017

Anfrage aus ganz Deutschland: Die TraumRunden sind im Landkreis zu einer Erfolgsgeschichte geworden und die wird fortgeschrieben.
Optimal für einen schönen Herbstspaziergang und ab 2018 auch Teil einer Traumrund ist der Wolfsee bei Dornheim. Im Wald südlich und östlich der Wolfseen findet seit dem Jahr 1978 keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr statt. Die Aussichtsplattform auf dem Großen Wolfsee lädt zum Verweilen ein. FOTO: Guenther Fischer


Anfragen aus ganz Deutschland, sehr viel Interesse aus dem Umkreis, dazu Broschüren, die fast vergriffen sind: Die TraumRunden sind im Landkreis zu einer Erfolgsgeschichte geworden und die wird fortgeschrieben.

Über den aktuellen Stand informierte Simone Göbel vom zuständigen Regionalmanagement des Tourismusausschuss des Kitzinger Kreistags. Die gute Nachricht für alle Wanderer: Die sieben Strecken zwischen acht und gut 14 Kilometern werden im Frühjahr 2018 eröffnet. Bis dahin wird die fast „ausverkaufte“ Broschüre „Dem Wanderglück im Landkreis Kitzingen auf der Spur“ um sieben Kapitel erweitert werden.

Die Ausweitung kommt nicht nur wegen der großen Nachfrage der Wanderer. Wie Göbel sagte, haben auch zahlreiche Städte und Gemeinden aus dem Landkreis Interesse bekundet, Teil der Traumrunden zu werden. Am Ende sind nach Begehungen durch einen Experten sieben mögliche neue TraumRunden übrig geblieben. „Damit ist allerdings eine Grenze erreicht“, sagte Göbel im Ausschuss, mehr werde im Landkreis wohl nicht gehen.

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Das liegt an den strengen Qualitätskriterien, die die Runden erfüllen müssen: Naturnaher Untergrund auf mindesten 35 Prozent der Gesamtstrecke, maximal 30 Prozent Verbunddecken auf der Strecke – damit fallen zum Beispiel viele Weinberge raus. Dazu ein Natur- oder Kulturdenkmal auf zwei Kilometern. Und die Strecken müssen „unverlaufbar“ sein und beidseitig markiert.

Nachdem seit Ende September die Bewilligungsbescheide vorliegen, kann die Umsetzung los gehen. Bei Gesamtkosten von rund 67 000 Euro werden 28 000 über das europäische Förderprogramm Leader finanziert. Konkret heißt das, die Touren kosten zwischen 6000 und 10 000 Euro, die in Infokästen, Schilder und Kartenmaterial gesteckt werden. 60 Prozent zahlen die Gemeinden, 40 Prozent kommen von Leader.

Jetzt können die Materialien bestellt und die neuen Wegewarte geschult werden. Wie Göbel sagte, werden in der nächsten Zeit auch die Marketing-Maßnahmen anlaufen. Das gilt für die klassischen Wege wie Wanderbroschüre oder Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, aber auch für die Aktionen in den sozialen Netzwerken oder dem eigenen Tourenportal.

Auf dem werden ab Frühjahr 77 zusätzliche Wanderkilometer zu finden sein. Acht Runden mit 80 Kilometern gibt es schon. Zu den neuen gehört die TraumRunde Nummer zwei in Dettelbach. Die führt auf 14,8 Kilometern über die Dörfer. Landschaftlich ein Schmuckstück sind die gut 14 Kilometer, die mit den Startpunkten Dornheim oder Nenzenheim eine Runde bilden und vor allem den Wolfsee einschließen.

Fast 70 Prozent naturnahe Wege bietet eine Wanderung im Bereich Geiselwind. Die 8,1-Kilometer-Runde verbindet die Ortsteile Ebersbrunn und Gräfenneuses. Für Lauffreudige bietet sich eine Verbindung mit einer gleich langen Prichsenstadter Waldroute an, die am Parkplatz bei Ilmbach startet.

Ein Zweiklang ist auch die Runde, die auf zwölf Kilometern Kitzingen (ab Römerhof/Eherieder Mühle) und Sulzfeld verbindet. Ein historisches Fleckchen im Wald ist das Bonbon der Tour bei Markt Einersheim: die Ruine Speckfeld. An dem Gemäuer folgt der Weg ein Stück weit der alten Iphöfer TraumRunde. Die 9,7 Kilometer bieten schöne Ausblicke. 10,5 Kilometer lang ist die Wanderstrecke, die Marktbreit und Obernbreit ansteuert und mit einem Panoramaweg glänzt.