Tankstelle für Geist und Seele
Autor: Frank Weichhan
Geiselwind, Donnerstag, 08. Sept. 2016
Seit 15 Jahren gibt es die Autobahnkirche im Geiselwinder Autohof Strohofer. Geleitet wird sie von Manuela Strohofer. Ein Gespräch über Gott und das Jubiläum.
Seit 2001 gibt es die Autobahnkirche im Geiselwinder Autohof Strohofer. Geleitet wird sie von Manuela Strohofer. Die 52-Jährige Unternehmerin und Mutter von fünf Kindern fungiert auch mit ganzer Leidenschaft als Wortgottesdienstleiterin. Ein Gespräch über Gott und das Jubiläum „15 Jahre Autobahnkirche“.
Manuela Strohofer: . . . unterwegs auf den stark frequentierten Straßen unseres Lebens auch eine Tankstelle für den Geist und die Seele anzufahren, zur Ruhe zu kommen, Belastendes abzugeben, sich von Gott berühren und verwandeln zu lassen – um gelassen, gestärkt und ermutigt weiter zu fahren.
Wie kam es zu der Idee, im Autohof ein Gotteshaus zu bauen?Strohofer: Unsere Familie wollte Gott schon immer einen festen Platz in unserem Unternehmen geben. So entschied mein Vater 1998 im Zuge des Eventzentrum-Baues diese Kirche direkt an das Eventzentrum zu bauen, also im pulsierenden Veranstaltungstrubel. Um die Menschen daran zu erinnern, dass wir alle Freude und Spaß haben sollen jeden Tag, aber uns auch Zeit nehmen sollen für Gott. Unsere Kirche ist eine 'Kirche unterwegs', wir bringen also Gottes Wort dorthin, wo viele Menschen zusammenkommen.
Strohofer: Er ist das kostbarste und wertvollste Gut auf der Welt. Die Macht der Liebe kann alles Böse überwinden.
Strohofer: Mehrmals täglich, auch für mich ist dieser Ort eine Kraftquelle für den Tag. Ich lese täglich im Anliegenbuch der Kirche und bete für die Menschen, die Gott mir anvertraut hat.
Wie viele Autobahnkirchen gibt es in Deutschland?Strohofer: Mittlerweile sind des 44 Autobahnkirchen in Deutschland, unsere ist die 20., aber die erste privat gebaute ökumenische Autobahnkirche. Übrigens ist dies ein Phänomen, solch ein Netz an Autobahnkirchen gibt es auf der ganzen Welt nur in Deutschland.
Wie wird die Kirche angenommen?Strohofer: Sehr gut, es sind auch schon viele wundersame Dinge und tiefe Begegnungen geschehen. Es ist schwierig, eine genaue Besucherzahl festzustellen. Es sind aber mehrere Tausend im Jahr.