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Start in mehr Barrierefreiheit


Autor: Siegfried Sebelka

Kitzingen, Mittwoch, 07. Dezember 2016

Der Weg zu einer barrierefeien Innenstadt soll am Platz der Partnerstädte in Kitzingen beginnen.
Kitzingen besitzt ein Pflaster-Sammelsurium und viele Ecken, in denen der Belag marode ist. Grund genug für die Stadt, sich nach einem neuen Pflaster umzuschauen.  Ein Muster ist bereits gefunden und liegt als Präsentationsfläche – für Stadträte und Bürger – zur Besichtigung aus: Vor Schaufenstern des einstigen Spielwarengeschäfts Sinkel in der Schrannenstraße, unweit der Alten Mainbrücke, ziert ein helles Pflasterband den Gehsteig, dessen alter Belag weichen musste.  Das hier verlegte Material könnte sich künftig auch als selbst für Rollatoren problemloses Band durch die Innenstadt ziehen, so Oberbürgermeister Siegfried Müller vor wenigen Tagen im Verwaltungs- und Bauausschuss. Wenn die Stadträte mit dem Pflaster einverstanden seien, werde dies künftig im Innenstadtbereich, vor allem für die Gehwege, verwendet.  Einige Einsatzgebiete sind laut Hilmar Hein, Leiter des Tiefbauamts, bereits angedacht: beispielsweise der Übergang zwischen der HypoVereinsbank und der Luitpoldstraße 1 (Schweizergasse) oder der Übergang zwischen dem Landratsamt und dem Rathaus. Ein späteres Einsatzfeld könnte auch der barrierefreie Gehstreifen sein, der vom neu gestalteten Vorplatz am Unteren Markt Richtung Rathaus und möglicherweise weiter zur Herrnstraße führen soll. Foto: Harald Meyer


Der Weg zu einer barrierefeien Innenstadt soll am Platz der Partnerstädte in Kitzingen beginnen. Für gut 37 000 Euro soll zwischen der Stadtkirche und dem Landratsamt eine Gehbahn aus Betonpflastersteinen das bestehende Muschelkalkpflaster ersetzen.

Entsprechende Pläne zur Umsetzung des vom Senioren- und Behindertenbeirats beantragten Aktionsplans Barrierefreie Stadt liegen dem Verwaltungs- und Bauausschuss des Kitzinger Stadtrats in seiner Sitzung am Donnerstag, 8. Dezember, ab 18.15 Uhr, im neuen Sitzungssaal des Rathauses vor.

Die Entwurfsplanung sieht die Verlegung von Betonpflastersteinen vor, die auf den Musterflächen in der Schrannenstraße und in der Zufahrt zum Schulhof am Gustav-Adolf-Platz verwendet wurden. Stimmt der Ausschuss zu, sollen die Arbeiten im Frühjahr 2017 beginnen, sobald das Wetter passt. Weiteres Thema ist die Errichtung eines Mobilfunkmastes im Gewerbegebiet Innopark. Der Mast soll 36,5 Meter hoch werden und ist mehr als 400 Meter von der nächstliegenden Wohnbebauung entfernt. Wie es in der Sitzungsvorlage heißt, soll der Mast in den ehemaligen Larson-Barracks den Sender ersetzen, der im Winterleitenweg zwar genehmigt, aber nie gebaut wurde.

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Der neue Standort sei mit dem Arbeitskreis Mobilfunk abgestimmt worden und stelle einen Kompromiss dar. Der werde der von den Betreibern gewünschten Versorgungssicherheit ebenso gerecht wie der Wunsch nach ausreichendem Abstand zu den Häusern.

Weitere Themen sind unter anderem: Bauvoranfrage zum Neubau eines Weinbau-Wirtschaftsgeländes mit Kellerwirtschaft, Vinothek und Proberaum in Hoheim. Daneben geht es noch um zwei Bebauungspläne, die geändert werden sollen, einmal in der Marktbreiter und einmal in der Schwarzacher Straße.