Zwei Neulinge ziehen für den Stimmkreis Kitzingen in den Landtag ein. Ein Kommentar von Andreas Brachs
Der Stimmkreis Kitzingen kann sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen. Erstmals rückt die AfD in den Bayerischen Landtag vor. Und ihr unterfränkischer Listenführer, Christian Klingen aus Markt Einersheim, ist mit von der Partie.
Protest gegen die etablierten Parteien und die Berliner Koalition, Sorge um die Entwicklungen in Europa und der Welt, Angst vor Zuwanderung oder die Enttäuschung darüber, am wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland nicht beteiligt zu sein: Es gibt viele Gründe, die nun Abgeordnete der AfD in den Landtag spülen, die persönlich bislang noch wenig aufgefallen sind. Klingen gilt als Anhänger des rechtsextremen Björn Höcke. Wie Klingen im Landtag auftreten und welche Ziele er verfolgen wird, werden die nächsten Jahre zeigen.
Ein zweiter Neuling im Landtag aus dem Stimmkreis Kitzingen ist Barbara Becker aus Wiesenbronn. Sie hat das Direktmandat für die CSU verteidigt und Otto Hünnerkopf beerbt, der nicht mehr antreten wollte. Hünnerkopf war es auch, der Becker einst für die Partei geworben und sie protegiert hat. Er war einer der Strippenzieher, der dafür gesorgt hatte, dass ihre Mit-Kandidaten ums lukrative und einflussreiche Landtagsmandat nach und nach das Feld räumten.
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Becker ist von Haus aus keine linientreue Parteisoldatin – eher eine Spätberufene. Nun muss sie ihr eigenes Profil entwickeln zwischen Fraktionszwang und Parteiprogramm.
Für die beiden Neuen im Landtag brechen spannende Zeiten an. Wir werden beobachten und berichten.
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Hallo Herr Brachs, ich habe mir alle bekannt gewordenen Reden/Aussagen von Herrn Höcke digital heruntergeladen. Als wertkonservativer, heimatliebender und humanistisch geprägter Mensch kann ich allen seinen Reden zustimmen. Welche Reden/Aussagen stören Sie so, dass Sie und die meisten Ihrer Berufskollegen extrem negativ über ihn herziehen? Zur Erinnerung: Die Sippenhaft ( Schuldrucksack der Kinder und Kindeskinder ) ist schon lange abgeschafft und in keinem anderen Land der Welt wird landesweit mit Denkmälern die verbrecherische Vergangenheit der Väter und Großväter zelebriert ( bin berufsbedingt in der ganzen Welt herumgekommen).
Diesen Ausgang hat wohl die GROKO und die Kanzlerin zu verantworten . Bisher trauen sich noch nicht so viele Waehler , bei AFD das Kreuz zu Machen ...bisher.... Das die SPD Waehler zu den Gruenen sind ? irgendwie doch logisch . Bleibt nur die Frage , wesshalb tut die GROKO nicht endlich den richtigen Schritt ?
Riesiger Wahlerfolg für die AfD! - Anders kann man das nicht ausdrücken.....! - Oder gibt es da vielleicht Menschen, die selbst die größten Erfolge und den Ersteinzug ins Parlament, mit zweistelligem Ergebnis, schlecht reden möchten und auch noch Hetze gegen die AfD betreiben möchten...? - Ja, die gibt es es offensichtlich!
Zuerst mal, werden m.E. die Wähler dieser Partei als dumm und einfältig dargestellt.
Andreas Brachs (Mainpost): ,,Protest" gegen die etablierten Parteien und die Berliner Koalition, ,,Sorge" um die Entwicklungen in Europa und der Welt, ,,Angst" vor Zuwanderung oder die ,,Enttäuschung" darüber, am wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland ,,nicht beteiligt" zu sein...." - so, so.... und die Abgeordneten der AfD wurden gestern auch nicht demokratisch in den Landtag gewählt..... - nein! - laut Herrn Brachs wurden sie in den Landtag ,,gespült" -achso!
Um den Moment des größten Triumphes, dieser Partei schlecht zu reden, werden dann auch noch so haltlose Vorwürfe wie:
,,Klingen gilt als Anhänger des rechtsextremen Björn Höcke...." herausgeholt. - Weder gilt Björn Höcke als rechtsextrem, noch wurde er je einer solchen Tat überführt o.ä., noch hat Herr Brachs irgendwelche Beweise für seine These, dass Herr Klingen ein ,,Anhänger...." von Herrn Höcke ist! - Selbst wenn - kann das nur gut sein!
Meiner Meinung nach, haben so viele Menschen AfD gewählt, weil sie diese Partei als einzige Chance, und Hoffnung sehen, mit den katastrophalen politischen Zuständen, wie sie aktuell in Deutschland herrschen, aufzuräumen! – Vielleicht berichten dann die Medienvertreter auch wieder ein wenig unparteiischer und unvoreingenommener – so wie sie das eigentlich immer tun sollten.
MfG