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FC Eibelstadt will nicht um Goldene Ananas spielen


Autor: Steffen Forstner

Eibelstadt, Donnerstag, 25. Juli 2019

Trotz guter Ergebnisse hat es für Eibelstadt in den vergangenen Jahren nicht zum Aufstieg in die Bezirksliga gereicht. Das soll sich ändern. Der neue Trainer weiß, was er will.
Malte Schulze-Happe weiß, was er als neuer Trainer mit dem FC Eibelstadt will.


Dicht dran waren die Fußballer des FC Eibelstadt vergangene Saison am zweiten Tabellenplatz und damit an der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga. Doch letztlich mussten sie wegen vier Punkten weniger Kontrahent Bayern Kitzingen den Vortritt lassen. Damit starten die Eibelstädter an diesem Wochenende in ihre fünfte Kreisliga-Saison am Stück. In den vergangenen vier Jahren war Rang acht die schlechteste Platzierung, ansonsten hatten die Rotweißen mit den Plätzen zwei, drei und vier stets Höhenluft schnuppern dürfen.

Geht es nach Malte Schulze-Happe soll dem Schnupperkurs bald die Gipfelbesteigung folgen. Der neue Trainer tritt seinen Dienst jedenfalls sehr ambitioniert an. „Ich möchte auf jeden Fall nicht um die Goldene Ananas spielen. Deshalb wäre es schon einmal schön, wenn es bis zum letzten Spieltag um etwas gehen würde“, sagt der Coach. Ziel sei es, sich zu verbessern, und das könne ja im Fall von Eibelstadt dann nur Platz eins oder zwei bedeuten. Zwar versucht Schulze-Happe gleich darauf etwas zu relativieren, indem er den Konkurrenten Bayern Kitzingen und SC Schwarzach zuschreibt, sie würden viel eher mit dem Aufstieg liebäugeln. Doch im Gespräch mit dem 40-Jährigen gebürtigen Essener wird schnell deutlich: Der Mann weiß, was er will.

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Die Eindrücke, die der Neuankömmling in der Vorbereitung von Mannschaft und Umfeld gewonnen hat, sind durchweg positiv. Er habe eine tolle, charakterstarke Mannschaft vorgefunden, die in der Lage sei, „unheimlich schnell umzusetzen, was man ihr mitgibt“, sagt Schulze-Happe, der als Torwart über Profi-Erfahrung unter anderem von Stationen in Paderborn und Bielefeld verfügt. Der in der Breite ohnehin schon recht gut aufgestellte Kader hat in der Sommerpause noch einmal Zuwachs bekommen. Zahlreiche Akteure hat der FC an den Mainpark gelockt. Sie erhöhen die Variationsmöglichkeiten des Trainers. Eibelstadt sei auch für Spieler aus dem Würzburger Raum wegen der günstigen Verkehrslage eine interessante Option, sagt Schulze-Happe über die Standort-Vorteile.

Die liegen jedoch nicht nur in der Infrastruktur begründet. Der Klub kann auch mit anderen Pfunden wuchern. „Für die Liga, in der wir spielen, ist der FC Eibelstadt ein unheimlich professionell geführter Verein.“ Betrachte man dies in Kombination mit der zur Verfügung stehenden Sportanlage, „müsste hier eigentlich Landes- oder Bayernligafußball möglich sein“, sagt der frühere Schlussmann, der in der Region unter anderem für die Würzburger Kickers, den TSV Abtswind und Bayern Kitzingen spielte.

Der Westfale ist sich aber im Klaren, dass es noch eine Weile dauern könne, bis dieses Potenzial gehoben wird. Erst einmal will Eibelstadt in der Kreisliga Furore machen. Damit dies gelingt, will der Trainer weiterhin an der Konzentrationsfähigkeit seiner Spieler arbeiten. „Qualität im Fußball definiert sich für mich darüber, ob ich es schaffe, mein höchstmögliches Level konstant über neunzig Minuten abzurufen“, sagt Schulze-Happe über seine Philosophie. Da gebe es noch Verbesserungsbedarf, um die Schwächephasen im Spiel zu minimieren. Inwieweit der Lernprozess bereits fortgeschritten ist, muss der FC Eibelstadt bereits in der Frühphase der Saison beweisen. Denn das Startprogramm mit den Heimspielen gegen Schwarzach und Marktbreit/Martinsheim hat es auf jeden Fall in sich.