Das große Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen des Großlangheimer Fußballclubs hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr stattfinden müssen, was Corona aber verhinderte. So wurde am Sonntag das 101-jährige Jubiläum in kleinerem Rahmen mit einem Festgottesdienst gefeiert, bei dem auch die restaurierte Vereinsfahne gesegnet wurde. Zur Musik der Großlangheimer Blaskapelle, die auch den Gottesdienst musikalisch begleitete, und mit den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine begab sich der kleine Festzug zum Festgelände neben dem See, wo Pater Daniel (OSB) den "Open-Air-Gottesdienst" hielt und sich nicht nur darüber freute, "dass im Freien nach Herzenslust gesungen werden kann", sondern auch darüber, dass das Jubiläum des Fußballclubs am Fest des Kirchen- und Ortspatrons Sankt Jakobus stattfand.

Der Geistliche verband die Fahnenweihe mit der Hoffnung, "dass es auch in Zukunft weiter geht und der Segen Gottes für die Menschen besteht, die sich um die Fahne versammeln". Hervor gehoben wurden die Freude an der Bewegung, die hohe Bedeutung der Freundschaft und das "Fair Play" beim Sport. Der Pater zeigte sich überzeugt, dass auch in Zukunft junge Menschen den Zugang zur Gemeinschaft finden, was in Großlangheim durch die Vielzahl starker Vereine eine gute Grundlage habe "und es wird immer wieder Menschen geben, die das Ideal einer Gemeinschaft weiter tragen".

1960 wurde die Vereinsfahne angeschafft

Nach dem Abschluss des Gottesdienstes erklang bei schönstem Sommerwetter das Frankenlied. Vereinsvorsitzender Dominik Droll ging auf wichtige Stationen der Vereinsgeschichte ein, die 1920 mit der Vereinsgründung begann, zu der sich 18 sportbegeisterte Männer zusammen gefunden hatten. Auf verschiedenen Plätzen, so zum Beispiel an der Kitzinger Straße, wurde Fußball gespielt, bis dann 1970 das Sportgelände am Haidter Weg entstand und 1972 das Sportheim gebaut wurde.

1960 wurde die Vereinsfahne angeschafft, die nun restauriert wurde, die Kosten betrugen 8500 Euro, finanzielle Unterstützung gab es durch das Regionalbudget des Dorfschätzeverbunds und die Gemeinde. Für die örtlichen Vereine gratulierte die Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Roswitha Hadwiger, die an Höhen und Tiefen des Clubs und an verschiedenen Turniere erinnerte: "Es wurde immer mit Leidenschaft Fußball gespielt und der Club hat immer das Vereins- und Dorfleben bereichert".

Sportheim und Sportgelände sind Bereicherung für den Ort

Bürgermeister Peter Sterk erinnerte daran, dass es auch vor rund 100 Jahren schwierige Zeiten gab, "aber es gab Männer, die den Mut hatten, einen Verein für die sportliche Ertüchtigung und geselligem Beisammensein zu gründen". Sportgelände und Sportheim bezeichnete der Bürgermeister als "Bereicherung für unseren Ort", da das Haus nicht nur bei den Fußballspielen und den Fernsehübertragungen großer Fußballspiele, sondern auch für Yoga und Fitness genutzt werde.

Auch DFB-Kreisehrenamtsbauftragter Ludwig Bauer lobte Sportgelände und –heim "und den guten Geist, der im Verein herrscht". Was letztendlich dem hohen Engagement vieler in all den Jahren zu verdanken sei. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte er das Wappen des DFB, eine Ehrenurkunde und wie die übrigen Gratulanten einen Scheck.

Höchste Auszeichnung des Fußballverbandes überreicht

Besonders freute sich Bauer darüber, die höchste Auszeichnung des Fußballverbandes, die silberne Raute, überreichen zu dürfen: "Der FC bekommt diese Auszeichnung nicht, weil er Geburtstag feiert, sondern weil er die Anforderungen eines umfangreichen Katalogs erfüllt". Bauer erklärte, dass der Verband mit der Raute Vereine auszeichnet, die in den Bereichen Jugendarbeit, Ehrenamt, Prävention und Breitensport längerfristig hervorragende Leistungen erbringen und damit auch dem DFB-Motto "Fußball ist soziale Verantwortung" gerecht werden.

Mit diesem Gütesiegel bestätige der Verband dem FC Großlangheim, "dass er die Anforderungen eines modernen Vereins seit Jahren mehr als erfüllt und sich einreiht in die Gruppe ausgezeichnet geführter Fußballvereine". Nach Gottesdienst und Ansprachen ging es zum Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege am Marktplatz, wo der Verstorbenen des Fußballvereins gedacht wurde.