Schneegarantie krönt den Weihnachtsmarkt
Autor: Harald Meyer
Kitzingen, Montag, 14. März 2016
Der Weihnachtsmarkt hat eine ungeheuere Aufwertung erfahren. Das Lob von Kulturreferentin Brigitte Endres-Paul fand im Kitzinger Stadtrat starken Widerhall.
„Der Weihnachtsmarkt hat eine ungeheuere Aufwertung erfahren.“ Das Lob von Kulturreferentin Brigitte Endres-Paul (SPD) fand jüngst im Kitzinger Stadtrat starken Widerhall. Trotzdem zeigte sich das Gremium mehrheitlich (28:1 Stimmen) recht sparsam, als es um eine jährliche Geldspritze für die Weihnachtsmärkte der nächsten drei Jahre ging: Mit maximal 5000 Euro wird die Stadt das Defizit des Stadtmarketingvereins dämpfen.
Richtige Balance gefunden
Der Verein hat das neue Gesicht des Weihnachtsmarkts geprägt. Bayerns größte Adventskerze, die vom Marktturm leuchtet, der weihnachtliche Treff am Markt und das große Adventswochenende – mit Aktionen und Ständen im Sparkassenhof und der Bürgerbräu – haben große Resonanz gefunden: „Wir haben jetzt die richtige Balance und die richtige Form gefunden“, sagte OB Siegfried Müller im Stadtrat. Mehr Besucher gleich mehr Kosten. Dass der Stadtmarketingverein zu Recht diese Rechnung aufmacht, hält der Oberbürgermeister für nachvollziehbar. Auch dass die Stadt den Organisatoren des weihnachtlichen Kitzingen unter die Arme greifen sollte, stößt ebenfalls auf seine Zustimmung.
1#googleAds#100x100Allerdings hält Müller die vom Verein gewünschten 10 000 Euro zum Defizitausgleich für zu hoch. Die Hälfte müsse reichen: „Irgendwo muss man auch auf die Kosten schauen.
Sparsam – trotz aller Anerkennung für den Weihnachtsmarkt – geben sich Endres-Paul und Tourismusreferentin Jutta Wallrapp (FW). Beide halten 5000 Euro als Extra für völlig ausreichend. Schließlich helfe die Stadt dem Verein mit dem Bauhof und dem Strom zum Nulltarif. Mehr Großzügigkeit – gleich 10 000 Euro – hält Thomas Rank (CSU) für richtig: „Qualität hat ihren Preis.“ Für diese höhere Anschubfinanzierung wegen geänderter Weihnachtsmarkt-Bedingungen macht sich Uwe Hartmann (Bayernpartei) stark. Schließlich ist die Bürgerbräu – im Vorjahr ein Besuchermagnet – wegen der anlaufenden Arbeiten für eine Wohnbebauung nicht mehr als Treff verfügbar. Der Sparkassenhof soll deshalb deutlich stärker ausgebaut werden.
Schnee aus der Kanone
Geplant sei hier ein „zentraler und kompakter Treff“, erklärte Claudia Biebl, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins. Teile des Bereichs sollen überdacht, der kleine Innenhof ebenfalls genutzt werden. Und nachdem die Bürgerbräu gänzlich draußen ist, soll das neue Konzept die nächsten Jahre beibehalten werden.
Der Start am 3. Adventswochenende beschäftigt den Verein schon länger. Schließlich wolle man ein „wertiges Wochenende“, wie Biebl betont. Bei den Verkaufsständen, die Besucher anlocken sollen, sei man gut im Plan: „Wir haben eine gute Anmeldequote“. Und um Gäste aus Nah und Fern zu unterhalten, werde der Verein im Sparkassenhof auf die Klänge von Bläsergruppen und Chören setzen.
Und auf eine weiße Pracht, die aus der Maschine und nicht vom Himmel kommt: „Wir sind der Weihnachtsmarkt, bei dem es garantiert schneit“, so die Geschäftsführerin. Die sucht jetzt noch nach Sponsoren, um möglichst viele der vorweihnachtlichen Aktionen und Stimmungsakzente in der Stadt stemmen zu können.