Es ist ein Zeichen gegen Raser in der Stadt: Der Kitzinger Stadtrat hat beschlossen, in der gesamten Stadt, inklusive Stadtteile, die erlaubte maximale Geschwindigkeit auf den Straßen auf Tempo 30 zu begrenzen. Die Regelung wird während einer befristeten Pilotphase getestet. Ausgenommen von dem Beschluss sind die Tangenten sowie alle Kreis- und Staatsstraßen, auf denen die Stadt nicht das Sagen hat. Dort darf weiter 50 gefahren werden. Den Antrag hatte die Fraktion der Freien Wähler/FBW eingebracht.

Für diese sprach Manfred Freitag von einem Zeichen, dass Kitzingen es ernst meint, eine Wohnstadt zu sein, die den Schutz von Radfahrern und Fußgängern hochhält. Jens Pauluhn (ÖDP) begrüßte, dass mit der für das gesamte Stadtgebiet geltende Regelung der Flickenteppich der bereits existierenden Tempo-30-Bereiche ende.

Susanne Schmöger, die Rechtsdirektorin der Stadt, hatte darauf hingewiesen, dass bereits jetzt 72 Prozent der Straßen der Stadt ein Tempolimit zwischen zehn und 30 km/h haben. In den Stadtteilen – bis auf Sickerhausen – gelte in den Ortskernen eine Maximalgeschwindkeit von 30 km/h. Nicht zuletzt wegen juristischen Zweifeln hatte die Stadtverwaltung dem Stadtrat geraten, von der Einführung einer generellen Tempo-30-Regelung in der Stadt abzusehen.

Die Stadt Kitzingen schreibt die Stelle eines Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmanagers aus. Dies hat der Stadtrat mit 20:10 Stimmen beschlossen. In der Debatte teilten sich die Meinungen, ob der Arbeitsvertrag befristet (Gertrud Schwab, CSU) oder unbefristet (Manfred Paul, SPD) laufen soll. Am Ende setzte sich der Vorschlag von Oberbürgermeister Stefan Güntner durch, den Vertrag auf fünf Jahre zu befristen.

Einstimmig folgte der Stadtrat dem Antrag von Jugendreferent Stephan Küntzer (CSU), den Familienpass über das 18. Lebensjahr hinaus auszustellen, solange ein Ausbildungsverhältnis besteht oder der Betreffende noch zur Schule geht. Zudem wird der Ferienpass für Schüler künftig bis zum 21. Lebensjahr ausgestellt.