Die Rödelseer Vinfothek im Schloss Crailsheim hat sich wie erhofft zu einem Treffpunkt für die Rödelseer, Fröhstockheimer und Gäste entwickelt. Diese positive Bilanz zog Bürgermeister Burkhard Klein nach gut vier Monaten. Jetzt gibt es auch einen neuen Weindispenser.

Die Federführung bei der Vinfothek liegt bei der Gemeinde, die den Betrieb mit eigenem Personal stemmt. Der Name Vinfothek ist aus einer Idee von Burkhard Klein heraus entstanden und setzt sich aus den beiden Begriffen Vinothek und Information zusammen, denn neben Wein erhalten die Touristen in der Vinfothek im Schloss Crailsheim auch alle notwendigen Informationen über die Gemeinde und die Region.

Jedes Weingut in Rödelsee sowie die GWF seien mit einer Auswahl ihrer Weine vertreten. "Jede Woche gibt es Nachlieferungen", freut sich Klein, dass das Angebot gut angenommen wird. In der Vinfothek habe es zudem schon Hochzeiten und Familienfeiern gegeben, ebenso eine Trauerfeier. Interesse sei auch an Weinproben vorhanden, erzählt der Bürgermeister. Zwei Stammtische hätten sich mittlerweile etabliert.

Vinfothek soll keine Konkurrenz zur Gastronomie sein

Das Vinfothek-Team habe Kartontaschen mit drei verschiedenen Weinen für unterschiedliche Anlässe zusammengestellt. Auch gebe es Produkte regionaler Anbieter wie Honig oder Liköre. Wichtig ist für den Bürgermeister die Zusammenarbeit mit der örtlichen Gastronomie. "Wir wollen keine Konkurrenz zur Gastronomie oder den Häckerstuben werden", sagte er.

Abgesehen davon, dass der laufende Betrieb gezeigt habe, dass die beiden kleinen Geschirrspüler bei viel Betrieb an ihre Grenzen kommen und die Zubereitung von kleinen Gerichten noch eines eigenen Raums bedarf, ist die Vinfothek jetzt komplett eingerichtet.

Jüngste Anschaffungen: ein moderner Weindispenser für acht Flaschen. Rund 11 500 Euro hat das Gerät laut Klein gekostet. Kosten, die sich lohnen, ist sich der Bürgermeister sicher. Das Gerät könne sehr viel leisten, sei attraktiv und trage zur Arbeitsvereinfachung bei, da sich die Gäste dort selbst bedienen können.

Weinscheckkarte kann mit Geld aufgeladen werden 

Möglich ist dies über eine Weinscheckkarte, die in der Vinfothek erworben werden kann und mit beliebigen Geldbeträgen geladen werden kann. Der Gast sucht sich dann seinen Wein aus, den er probieren möchte und bestimmt auch die Menge selbst, zum Beispiel 0,05, 0,1 oder 0,125 Liter. Durch ein abgeschlossenes Gasdrucksystem ist gewährleistet, dass die Weine bis zu 60 Tage frisch bleiben.

Des Weiteren gibt es einen modernen Weinkühlschrank, der Platz für 84 Flaschen und einige Weingläser bietet, die so auch vorgekühlt sind. Über einen einfachen Weindispenser für vier Flaschen kann dosiert Wein direkt eingeschenkt werden.