Mit der Landtagsabgeordneten Ulrike Müller hatten die Freien Wähler eine Fachfrau zu ihrer agrarpolitischen Kreisversammlung in den Landkreis Kitzingen eingeladen. Ulrike Müller hat in einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb im Allgäu eingeheiratet und diesen mit der Familie zu einen stattlichen Milchviehbetrieb im Generationenmodel entwickelt, heißt es in einer Pressemitteilung. Müller sitzt für die Freien Wähler im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags und ist Sprecherin des Arbeitskreises Gesundheit, Soziales, Landwirtschaft und Umwelt.

In ihrem Referat ging sie zunächst auf die anstehenden agrarpolitischen Veränderungen in Europa ein. Unverständnis zeigten einige Zuhörer über den bürokratischen Aufwand, der in der Neustruktur der Verteilung der Direktzahlungen aus Europa sowie von Bund und Ländern aufgebaut werden soll. Müller stellte unter anderem das Säulenmodel mit den einzelnen Förderbereichen, den Umschichtungen und Kürzungen, sowie den Bedingungen und Umweltauflagen, wie Greening und Fruchtfolgen, anschaulich vor.

In der anschließenden Diskussion wurden vor allem regionale Themen behandelt. Angesprochen auf die Entwicklung der bayerischen Landwirtschaft gab Ulrike Müller ein klares Bekenntnis zur familienbezogenen Entwicklung ab. Das bedeutet, dass sich die Betriebe derart vergrößern, dass zwei bis drei Familien Arbeit und Einkommen finden können – in Form eines Mehrgenerationenmodells oder in Betriebsgemeinschaften. Strukturen wie im Norden oder Osten Deutschlands oder Dänemark lehnten die Freien Wähler ab, so Müller.

Beim Thema Energiewende machte die Referentin deutlich, dass es eine Energiewende ohne die Landwirtschaft nicht geben kann. Allein die Landwirtschaft könne nachhaltig und ökologisch einen Energiemix zur Verfügung stellen. Flächen, Rohstoffe, Speichermöglichkeiten stünden aus den landwirtschaftlichen Ressourcen meist vor Ort zur Verfügung. Windräder, Maisanbau, Nationalpark waren weitere Themen der Versammlung.