Mit acht gegen fünf Stimmen wurde in der jüngsten Sitzung des Sommeracher Gemeinderates der Antrag der Fraktion Freie Wähler auf eine neue Parkregelung zum 1. Mai 2021 im Altort abgelehnt.  Damit bleibt es bei der bestehenden Park- und Verkehrsregelung, die seit Mai 2018 von Mai bis Oktober am Samstag ab 14 Uhr bis einschließlich Sonntag 20 Uhr ein allgemeines Parkverbot im Altort vorsieht.

In ihrem Antrag wiesen die Freien Wähler Sommerach unter anderem auf regelmäßige Verstöße gegen diese Anordnung, insbesondere durch Ortsfremde, hin. Herausgestellt wurde im Antrag auch die Beobachtung, dass während der Woche immer mehr touristische Langzeitparker in Sommerach präsent sind. Dies bedeutet für die Bewohner des Altortes, so die Meinung der Freien Wähler, eine Mehrbelastung, die immer mehr auch zur Unzufriedenheit in der gesamten Anwohnerschaft führt.

Auch die Schaffung der neuen rund 60 Stellplätze am Schwarzacher Tor sei keineswegs eine ausreichende Lösung des bestehenden Parkproblems, zumal die Fahrzeuge der im Altort vorhandenen Haushalte diese Zahl bei weitem überschreiten. Bürgermeisterin Elisabeth Drescher stellte klar, dass sich die Kommune in den letzten 15 Jahren immer wieder intensiv mit dem Parkthema im Altort befasste und beispielsweise in diesem Zusammenhang Bürgergespräche, Bürgerbefragungen oder etwa Bürgeranschreiben durchführte.

Auch positive Bewertung

Das derzeitige Parkverbot am Wochenende im Altort wird laut Aussage von Drescher bei vielen Bewohnern durchaus positiv bewertet. Gemeinderätin und Freie Wähler Vorsitzende Maria Sauer wurde indes von mehreren Bewohnern aus dem Altort, die mit der Parksituation keineswegs zufrieden sind, angesprochen. Es entwickelte sich anschließend zu dem Antrag eine rege Diskussion, bei der Themen wie beispielsweise zugeparkte Einfahrten oder etwa unrechtmäßig abgestellte Fahrzeuge im Kreuzungsbereich angesprochen wurden.

Nach Ansicht der Freien Wähler sollten mehrere Maßnahmen zur Verkehrs- und Parkregelung im Altort von Sommerach durch eine Anordnung der Kommune in die Wege geleitet werden. So beispielsweise die Ausweisung und Kennzeichnung aller möglichen Parkplätze im Altortbereich gemäß Gestaltungssatzung nach Maßgabe einer gemeinsamen Ausarbeitung von Gemeinde, Bauhof, Polizei, Straßenverkehrsbehörde, Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Vorschlagsliste der Freien Wähler beinhaltet des Weiteren die Einrichtung einer gebührenfreien Kurzzeitparkzone von zwei Stunden im Altortbereich sowie zusätzlich für zehn Parkplätze am Friedhof  und die Parkfläche "Zum Engelsberg 2" mit Ausnahme der beiden Parkflächen an der Ladesäule.

Der sieben Punkte umfassende Maßnahmenkatalog beinhaltet auch die Erstellung eines jährlich befristeten Parkausweises durch die Gemeinde. Dieser gilt für jedes bewohnte Anwesen ohne Zuordnung von Fahrzeugen oder bestimmten Parkflächen und ohne zeitliche Einschränkung der Parkzeiten für den Bereich der Kurzzeitparkzonen im Altort. Die jährliche Gebühr für die Ausstellung des Ausweises würde 70 Euro betragen. Und nicht zuletzt Kontrolle der Maßnahme (Parkausweis, Parkscheibe).

Letztendlich entschied sich das Ratsgremium für eine Beibehaltung der bestehenden Parkplatzregelung im Altort.