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Pächterwechsel auf Mondseeinsel


Autor: Ralf Weiskopf

, Sonntag, 11. Mai 2014

59 Jahre nach ihrer Eröffnung im Jahr 1955 erstrahlt die kleine Cafeteria im Freibad auf der Kitzinger Mondseeinsel in neuem Glanz. Rund 300 000 Euro hat die Kitzinger Stadtbetriebe GmbH in die Hand genommen und das Gebäude einer Generalsanierung unterzogen.
Abschied und Neustart: Der Geschäftsführer der Stadtbetriebe GmbH Norbert Brand hieß am Samstag Heike Wittmann, die neue Pächterin der Cafeteria im Kitzinger Freibad, willkommen. In den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde die langjährige Pächterin Maria Schuster, die von Oberbürgermeister Siegfried Müller (von links) einen Gutschein als kleines Dankeschön erhielt.


59 Jahre nach ihrer Eröffnung im Jahr 1955 erstrahlt die kleine Cafeteria im Freibad auf der Kitzinger Mondseeinsel in neuem Glanz. Rund 300 000 Euro hat die Kitzinger Stadtbetriebe GmbH in die Hand genommen und das Gebäude einer Generalsanierung unterzogen.

Am Samstag wurde, im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Badesaison 2014, die Einweihung gefeiert. Gleichzeitig verabschiedete Oberbürgermeister Siegfried Müller vor fast 100 Gästen die langjährige Pächterin Maria Schuster und stellte deren Nachfolgerin Heike Wittmann vor.

Urgestein

„Mit Frau Schuster verlässt ein Urgestein die Kitzinger Bäder“, sagte der OB. Seit 1980 habe Schuster die Gäste zunächst zehn Jahre lang im Hallenbad verwöhnt und seit 1991 bis 2013 dann im Freibad. „Dank ihrer Herzlichkeit fühlten sich alle mit allen ihren Wünschen bei ihr gut aufgehoben“, sagte Müller unter Beifall. Mit einem Gutschein und einem Blumenstrauß bedankte sich der OB.

Vorgestellt wurde von Müller die neue Pächterin Heike Wittmann. Sie kommt aus dem mittelfränkischen Puschendorf und stammt aus einer Familie, die auf über 40 Jahre Erfahrung in der Reisegastronomie zurückblicken kann, so der OB. Wittmann sei seit 2004 selbstständig und habe bereits bei Veranstaltungen wie der Antenne Bayern Strandparty, auf Festivals und im Freibad West in Erlangen Erfahrung sammeln können.

„Wir freuen uns, eine Pächterin mit Know-how gefunden zu haben“, sagte Müller und wünschte Wittmann eine Freibadsaison mit vielen warmen und sonnigen Tagen.

Bei der Sanierung der Cafeteria habe man in erster Linie den Blick auf die Zweckmäßigkeit gerichtet, ohne dabei das typische Erscheinungsbild groß zu verändern, sagte Müller. Das Dach wurde neu gedeckt, es wurden unter anderem neue Kühlräume eingebaut, die Küche leicht vergrößert, vernünftige Lagerräume geschaffen und eine Personaltoilette eingebaut. Der Gastraum blieb weitgehend unverändert. Betritt man ihn, so fällt sofort die blau gestrichene Wand mit der stilisierten Stadtsilhouette auf. Einen farblichen Kontrast dazu bildet die rot gehaltene Theke.

Neu und wegen Lieferschwierigkeiten noch nicht fertig ist ein Aufzug, der von der Eingangsebene hinauf auf die Ebene der Schwimmbecken und die Terrasse führt. Er dient zum einen dem Anlieferverkehr und schafft einen behindertengerechten Zugang.

Wassertemperatur: 17 Grad

Bei einem kurzen Gottesdienst erbaten Dekan Hanspeter Kern und Vikar Stefan Eisert Gottes Segen für das Bad, die Gaststätte, die Beschäftigten und Besucher. Danach hatte Wittmann ihre erste Feuertaufe zu bestehen. Statt der angekündigten 30 Eröffnungsgäste waren es rund 80 die auf ein paar Weißwürste samt Brezen hofften.

Den offiziellen Startschuss zur Badesaison gab dann OB Müller mit einem Kopfsprung in das 17 Grad kalte Wasser. Zur Seite standen, beziehungsweise sprangen ihm, Bürgermeister Stefan Güntner, die Stadträte Manfred Freitag, Uwe Pfeiffle, Carlo Bank und der Stammgast Hans Fleischmann.