Im Frühling ist die Zeit des Erwachens der Natur. So liegt es nah, die Osterspeisen mit dem frischen Grün der Kräuter zu würzen. Die Fachleute der Bayerische Gartenakademie geben in einer Pressemitteilung Tipps zu Kräutern, die auch jetzt schon im Garten zu finden sind.

Kräuter bieten im Frühling schon die ersten Vitamine gegen den Winterblues. Ein paar Pflanzen spitzen im Garten aus der Erde, andere bietet der Handel im Topf an.

Speisen mit Grün

Am Gründonnerstag gibt es traditionell Eierspeisen mit grünen Zutaten. Oft ist es Spinat. Junge Brennnesselblätter können diesen ersetzen oder anreichern. Für die „Grüne Soße“ finden die feingehackten Kräuter Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch Verwendung; anderenorts auch mit Dill und Zitronenmelisse.

Auch für den Osterbrunch sollen frische Kräuter genutzt werden. Als Garnierung eignen sich besonders Schnittlauch und Petersilie sowie Kresse. Diese kann noch ganz schnell auf der Fensterbank angezogen werden. Innerhalb einer Woche habe sie erntefähige Keimlinge. Kräuterbutter auf das Brot? "Nutzen Sie Kräuter, die ihnen zur Verfügung stehen", raten die Gartenexperten. Junge Austriebe der Zitronenmelisse geben einen fruchtigen Frischeton. Auch Sauerampfer und überwinterte junge Borretschblätter sowie die ersten Schnittlauchhalme, Blätter der Wilden Rauke und der Pfefferminze kann man gut nutzen. Bärlauch, Zitronenmelisse und Oregano treiben üppig junges Grün. In kälteren Regionen kann Vlies aufgelegt werden, das regt die Kräuter zum Wachsen an.

Wildkräuter im Garten? Viele bringen ebenfalls Würze in den Speiseplan. Gerade wenn sie jung aus der Erde kommen sind sie noch zart und schmackhaft. Dazu gehören beispielsweise Knoblauchsrauke, Brennnessel und Giersch, deren junge Blätter in der Küche verwendet werden können. Dekorativ schmücken die Blüten von Gänseblümchen und Veilchen.

Würzige Ostergeschenke

Warum nicht mal zu Ostern Kräuter verschenken? In Gemüsegärtnereien, Gartencentern oder im Lebensmitteleinzelhandel gibt es schon verschiedene Kräuter in Töpfen. Viele sind winterhart und können schon bald ins Freie gepflanzt werden, sei es im Kräuterbeet oder in ein Gefäß auf Balkon oder Terrasse. "Achten Sie jedoch auf Frostschutz", empfehlen die Gartenexperten. Die Kräutertöpfe wurden im Gewächshaus angezogen und vertragen die Minustemperaturen nicht. Lediglich Basilikum braucht noch längere Zeit einen Platz auf einer hellen Fensterbank, denn er ist sehr kälteempfindlich.

Zu den beliebtesten und häufig genutzten Küchenkräutern gehören Schnittlauch und Petersilie. Von ihnen kann man fast nie genug haben. Petersilie gibt es mit glatten oder krausen Blättern. Oftmals wurden die Pflänzchen eng gesät, so dass man sie büschelweise vereinzeln und mehrere Gefäße oder einen größeren Topf damit bestücken kann.