Der Oberbürgermeisterkandidat der Kitzinger SPD, Manfred Paul, lud kürzlich zu seinem zweiten "Zukunftsforum" in der Fastnachtakademie, diesmal zum Thema Verkehr. Über 60 Bürger waren seiner Einladung gefolgt.
Der Oberbürgermeisterkandidat der Kitzinger SPD, Manfred Paul, lud kürzlich zu seinem zweiten "Zukunftsforum" in der Fastnachtakademie, diesmal zum Thema Verkehr. Über 60 Bürger waren seiner Einladung gefolgt.
Manfred Paul hatte sich wie beim ersten Zukunftsforum namhafte Experten eingeladen. So den Verkehrsexperten Professor Hermann Knoflacher mit einem Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der TU in Wien, Volker Wedde, den Bezirksgeschäftsführer für Unterfranken vom Handelsverband Bayern sowie Joachim Kaiser vom Planungsbüro Kaiser+Juritza+Partner in Würzburg, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD.
In der Runde wurde ausgiebig über die Neugestaltung der Kitzinger Innenstadt und Erfahrungen aus anderen Städten diskutiert. Prof. Knoflacher stellte sogenannte City-Taxis vor: Die Fahrgäste zahlen für Fahrten innerhalb der Stadtgrenze nur den Tarif für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Differenz schießt die Stadt zu. Dafür erhöht sie die Parkgebühren. Knoflacher verwies auch auf „Attraktoren“, die Menschen in die Innenstadt ziehen. In Kitzingen: die Altstadt, das Mainufer, das Fastnachtmuseum. Auch schön gestaltete Plätze können Attraktoren sein.
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Besucher in die Innenstadt bringen
Joachim Kaiser, dessen Büro die Machbarkeitsstudie für eine neue Verkehrsführung in der Innenstadt erarbeitete, stellte die verschiedenen Varianten vor. Alle sehen mehr öffentliche Fläche für Gastronomie, zum Verweilen oder zum Flanieren vor.
Volker Wedde stellte klar, dass es für den Einzelhandel unabdingbar sei, gut erreichbar zu sein, egal mit welchem Verkehrsmittel. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt das Einrichten eines ÖPNV unabdingbar mache.
In der Diskussion mit den Besuchern stand die Verkehrsführung in der Fischergasse im Mittelpunkt. Dabei wurde die zweispurige Fahrbahn heftig kritisiert. Joachim Kaiser ließ wissen, dass alle anderen Lösungen zu einer Mehrbelastung der anderen Aus- und Einfallstraßen in die Innenstadt führen würden.
Mehr Parkmöglichkeiten könnten bald auf dem Deustergelände entstehen. Um Radler in der Innenstadt besser zu schützen, sei ein generelles Tempo 30 in der Diskussion.
Man sollte sich nicht nur mit dem Tempolimit wegen der Radfahrer beschäftigen, sondern auch darüber nachdenken wie die Stadt es schaffen sollte, die Radfahrer aus der Fußgängerzone und von den Fußwegen zu verbannen. Ich selbst würde schon mehrfach in diesen Bereichen durch Radfahrer fast angefahren. Hinweise an diese "Chaoten" werden verbal mit Frechheiten beantwortet.