Die Einkehr im Gasthaus "Schwarzes Ross" in Hörblach wird künftig mit etwas Zeitdruck verbunden sein. Wer sein Fahrzeug in der Kitzinger Straße auf öffentlichem Grund vor dem Gasthof parkt, hat zum Schlemmen nur noch zwei Stunden Zeit. Ansonsten könnte die Rechnung teuer werden. Grund für die Veränderung im ruhenden Verkehr in dem Schwarzacher Ortsteil ist ein Beschluss des Gemeinderats. In seiner Sitzung am Dienstag entschied das Gremium ohne Gegenstimme, die neun öffentlichen Parkplätze in eine Kurzzeitparkzone umzuwandeln.

Bei dem Treffen im Begegnungshaus Arche in Stadtschwarzach diskutierte das Ratsgremium ausführlich über den Antrag der Fraktionsgemeinschaft aus CSU, Wählergemeinschaft Düllstadt und Klosterliste, vor dem Gasthaus "Schwarzes Ross" in Hörblach Kurzzeitparkplätze einzurichten. In dem Schreiben vom 31. Januar an die Gemeinde wurde eine Parkzeit von drei Stunden beantragt. Laut Bürgermeister Schmitt gibt es im Gemeindegebiet lediglich eine Zwei-Stunden-Parkregelung für vier Parkplätze vor dem Gasthaus "Zum Benediktiner" in Münsterschwarzach sowie die Kurzzeitparkplätze am Marktplatz in Stadtschwarzach.

Gleichbehandlung: Zeitlimit von 120 Minuten

Vergleichbare Beschilderungen gab es in der Vergangenheit auf den Parkplätzen vor dem Torhaus der Abtei Münsterschwarzach und "Am See" in Stadtschwarzach, ebenfalls mit einer Parkdauer von maximal zwei Stunden. Ein Zeitlimit von 120 Minuten mit Parkscheibe sei aus Gründen der Gleichbehandlung deshalb sinnvoll, so Schmitt. Besucher, die eine längere Zeit in dem Gasthaus verweilen wollen, könnten die privaten Parkflächen des Gasthauses nutzen. Allerdings fehle dort noch die vom Landratsamt Kitzingen geforderte Markierung der Stellplätze. Wie Schmitt weiter mitteilte, befindet sich an der Hauswand des Gasthofs ein provisorisches Verkehrsschild. Dieses sollte nach Ansicht der Verkehrsüberwachung Dettelbach durch eine offizielle Beschilderung ersetzt werden. Der Gemeinderat teilte diese Meinung einstimmig.

Für die letzten Ruhestätten in Stadtschwarzach und Gerlachshausen stellte Landschaftsarchitekt Joachim Kaiser vom Planungsbüro Kaiser+Juritza+Partner aus Würzburg die Ergebnisse seiner "Ideenfindung" zur gestalterischen Aufwertung der Friedhöfe und zur Umgestaltung von Teilflächen zu Urnengräbern vor. Die ersten Vorschläge des Planers, denen die digitale Vermessung der Flächen (Kosten: 5530 Euro) und zwei Ortseinsichten mit dem Landschaftsplanungsbüro vorausgingen, fielen im Ratsgremium auf fruchtbaren Boden. Gut eine Stunde diskutierte die Ratsrunde die diversen Möglichkeiten, ehe Kaiser einstimmig beauftragt wurde, die Entwurfsplanung für beide Friedhöfe voranzutreiben und die voraussichtlichen Kosten zu berechnen.

Alter Brückendamm hat Priorität

Für die bevorstehende Dorferneuerung in Schwarzenau hat das Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) gemeinsam mit dem örtlichen Arbeitskreis, der Marktverwaltung und dem Planungsbüro die wichtigsten Schlüsselmaßnahmen festgelegt. Priorisiert wurden die Aufwertung des Brückendamms, die Schaffung einer Naherholungsfläche am Main, die Aufwertung der Ortsstraßen und Dorfplätze, die Neugestaltung des Umfelds am Haus der Gemeinschaft und die Schaffung einer Fußwegverbindung entlang des Mainufers. Die Maßnahmen kosten etwa 3,4 Millionen Euro. Das ALE stellt Fördermittel von 1,7 Millionen Euro bereit. 2033 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein, so die Zielsetzung.

Max Hegler wollte außerdem wissen, ob bei der Sanierung der Grundschule Schwarzacher Becken Lüftungsanlagen eingebaut werden. "Ja, in alle acht Klassenzimmer, nicht in die Verwaltungsräume", lautete die Antwort des Bürgermeisters.