Die Prichsenstädter Feuerwehr hat ihr neues Fahrzeug nun auch offiziell in den Dienst genommen. Im Rahmen einer Feierstunde wurde das HLF 10 (Hilfsgruppen-Löschfahrzeug) nicht nur vorgestellt, sondern erhielt auch seinen kirchlichen Segen. Die Bedeutung für die Stadt und die Wehr stellte Bürgermeister Rene Schlehr heraus: "Es ist das erste Mal, dass die Stadt ein neues Fahrzeug gekauft hat. Es ist nicht nur technisch ein Meisterwerk, sondern auch schön anzuschauen", sagte er. Eine enorme Anschaffung sei es gewesen, die rund 385000 Euro gekostet hat. Die Stadt steuerte mit rund 290 000 Euro den Hauptteil bei, der Rest kam über Zuschüsse. Das bisherige Fahrzeug wurde nach 40 Jahren im Dienst nun an die Wehr im Stadtteil Laub weiter gegeben.

Bürgermeister Schlehr hob das Engagement von Kommandant Werner Schättler hervor. Ohne dessen tatkräftige Hilfe beim Zusammenstellen des Lkw und vor allem der Ausrüstung, wäre das nicht möglich gewesen. Die Prichsenstädter Feuerwehr hatte mit ihren Kollegen aus Castell jeweils ein neues Fahrzeug bestellt, angeschafft und durch die gemeinsame Bestellung günstigere Preise erzielt.

Investition in die Sicherheit

Froh war auch Kommandant Werner Schättler über das neue Fahrzeug. Es ist ein Lkw der Marke MAN, das einen Aufbau der Firma Rosenbauer besitzt. Das Fahrgestell war im Dezember 2020 fertig, seit fast einem Jahr ist das neue Auto im Dienst in Prichsenstadt. "Die Mannschaft ist zufrieden, es hat bereits gute Dienste geleistet. Das Auto ist ein Schmuckstück", so Schättler. Er wies auf die Silhouette auf den Rollos an der Seite des Fahrzeugs hin. Auf diese ließ man sich die Silhouette des Westtors der Stadt malen, das Ganze wurde durch Spenden finanziert.

Landrätin Tamara Bischof gratulierte der Feuerwehr: "Wir freuen uns darüber, dass sie eine gute Ausstattung haben." Sie dankte den aktuell 39 Wehrleuten, darunter vier Frauen, für den Dienst. Kreisbrandrat Dirk Albrecht nannte das Fahrzeug "eine Investition in die Sicherheit und in die Zukunft."

Zunächst hatten Pfarrer Martin Voß und Pastoralreferent Hermann Menth das neue Gefährt gesegnet. Der Posaunenchor umrahmte das Ganze musikalisch. Im Anschluss saßen die Wehrleute, Bürger und Gäste gemütlich vor dem Feuerwehrhaus zusammen.