Neues Baugebiet: Eidechsen müssen umziehen

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Für das Großlangheimer Baugebiet „Am Viehtrieb“ wurde eine Änderung des Bebauungsplanentwurfs notwendig – wegen artenschutzrechtlicher Bestimmungen ...
Foto: W. Worschech

Kleines Tier, große Wirkung: Artenschutzrechtliche Bestimmungen waren der Grund, dass ein Bebauungsplanentwurf ändern musste. Und: Es wurden Zauneidechsen umgesiedelt.

Kleines Tier, große Wirkung: Artenschutzrechtliche Bestimmungen waren der Grund dafür, dass der Bebauungsplanentwurf für den dritten Abschnitt im Großlangheimer Baugebiet „Am Viehtrieb“ geändert werden musste. Eine Population von Zauneidechsen am Südrand der künftigen Siedlung musste umgesiedelt werden. Deren Schutz lag auch dem Gemeinderat am Herzen, so dass der geänderte Entwurf am Dienstagabend einstimmig abgesegnet wurde.

Bürgermeister Karl Höchner berichtete, dass etwa 20 Tiere südlich des Baugebiets eine neue Heimat gefunden hätten und in Zukunft durch ein Plastikband davon abgehalten würden, wieder in ursprüngliche Gefilde zurückzukehren: „Der Fortbestand ist gesichert.“ Die weitere Vorbereitung für die Erweiterung des Baugebiets soll nun flott vonstatten gehen. Die Verwaltung wird den Auftrag bekommen, in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Auktor die nächsten Schritte in die Wege zu leiten. So wird der Planentwurf zwei Wochen lang bis zum 30. September ausgelegt, bevor die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie von Privatpersonen eingeholt werden. „Gegenüber der ursprünglichen Fassung des Entwurfs für Viehtrieb drei gibt es aber keine wesentlichen Änderungen“, so der Bürgermeister. 1#googleAds#100x100

Weitere Themen

• Um die Finanzen ging es im Bericht über die Versammlung des Schulverbands Kleinlangheim. Im Haushaltsjahr 2016 läge ein ungedeckter Betrag von 197 358 Euro vor, der um rund 29 000 Euro niedriger als im Vorjahr sei. Dies habe mit den sinkenden Heizkosten, steigenden Zuschüssen und leicht zurückgehenden Schülerzahlen zu tun. „Aber der letzte Punkt wird sich erfreulicherweise in den kommenden Jahren wieder ändern“, so Höchner. Zur Finanzierung des Budgets müssen 1473 Euro pro Schüler aufgebracht werden. Für Großlangheim bedeutet das bei 50 Schülern eine Summe von 73 650 Euro.

• Zur weiteren Entwicklung der Breitbandversorgung wollen die drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft, Großlangheim, Kleinlangheim und Wiesenbronn, zusammen mit einem gemeinsamen Beratungsbüro vorgehen. „Wir müssen da am Ball bleiben, denn falls es eine Änderung bei der Bezuschussung für die Glasfaserversorgung geben sollte, werden wir einsteigen“, kündigte der Bürgermeister an. Das Honorar für das Beraterbüro werden sich die drei Gemeinden teilen.

• Wie in den vergangenen Jahren wird sich die Gemeinde auch in diesem Jahr an der Sportförderung für die Vereine beteiligen. Einstimmig beschlossen wurden für den Turnverein 4160, den Fußballclub 411, den Reitclub 399 und den Schützenverein 251 Euro. „Das sind nach wie vor freiwillige Leistungen betonte der Bürgermeister.

• Verlesen wurde ein Schreiben der Raiffeisenbank Kitzinger Land zur Anschaffung eines Defibrillators für den Markt Großlangheim. Das Gerät zum Preis von rund 2430 Euro soll in einem Kasten aus Edelmetall am Rathaus deponiert werden und die Bank würde es aus dem Fonds ihres Gewinnsparens sponsern.

• Die Angebote für einen Schrank zum Preis von 1633 Euro und für ein Regal für 706 Euro für eine Gruppe im Kindergarten wurden einstimmig akzeptiert.

• Keine Einwände gab es zudem zum Vorschlag des Bürgermeisters, die nächste Wahl für den Jagdvorstand am 30. November um 19 Uhr im Gasthaus Grebner abzuhalten.