Neben dem Titel "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" hatten elf Teilnehmerinnen aus dem Landkreis Kitzingen vor 22 Monaten das Ziel, auch "geprüfte Hauswirtschafterin" zu werden. Ein Unterfangen, das trotz etlicher Einschränkungen, nicht zuletzt auch durch Corona bedingt, nunmehr erfolgreich beendet werden konnte.

Die Leiterin der Landwirtschaftsschule Kitzingen, Thea Schlesinger, brachte bei der Freisprechungsfeier bzw. Zeugnisübergabe in Nordheim die Leistung der elf Absolventinnen aus dem Landkreis Kitzingen auf einen Nenner: "Sie haben in den letzten beiden Jahren Erstaunliches geleistet." Vor 22 Monaten habe man sich das erste Mal getroffen und wahrscheinlich wusste niemand so richtig, "was auf ihn zukommt", so Schlesinger.

Corona brachte zusätzliche Belastungen

Erschwert wurde der Lehrgang durch Corona, der nach Aussage der Schulleiterin wie ein Blitz in das  Schulsystem einschlug. Das bedeutete zusätzliche Belastungen, wie beispielsweise die Kinderbetreuung, ob nun in der Schule oder im Kindergarten. Andere wiederum konnten aufgrund ärztlicher Anweisung den Kurs mehr als ein halbes Jahr nicht in Präsenz besuchen. Und dennoch habe man die gestellten Prüfungsaufgaben mit Bravour gemeistert, lobte die Schulleiterin.

Die stellvertretende Landrätin Doris Paul, die auch die Zeugnisse überreichte, stellte in ihrem Grußwort die Mühe und das Durchhaltungsvermögen der elf Absolventinnen heraus. "Durch ihre Ausbildung haben sie das Zeug, sich noch mehr für die Nachhaltigkeit einzusetzen."

Großer Bedarf an hauswirtschaftlichen Fachkräften

Kreisbäuerin Anette vom Berg- Erbar zeigte sich erstaunt, was die Absolventinnen so alles geleistet haben."Der Bedarf an hauswirtschaftlichen Fachkräften ist riesig und das Aufgabenfeld in der Hauswirtschaft vielfältig", betonte Berg- Erbar, die abschließend sagte: "Wir brauchen sie alle als Botschafterinnen für unsere Sache."

Weitere Grußworte sprachen Sonja Eichinger vom Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern, Veronika Mend von der Regierung von Unterfranken sowie die Vorsitzende des Prüfungsausschusses Hauswirtschaft in Unterfranken, Karin Baußenwein.

Thekla Horlemann war die Beste

Bei der anschließenden Zeugnisübergabe durch die Prüfungsausschußvorsitzende herausgestellt wurde das Ergebnis von Thekla Horlemann (Gerlachshausen), die die Staatliche Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin als Beste abschloss. Herausragend auch die Leistung von Lena Scholz (Schnepfenbach) und Cemile Özugul (Kitzingen), die die staatliche Landwirtschaftsschule mit großem Erfolg absolvierten.

Die Zeugnisse und Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme erhielten zudem: Anne Al-Qutob (Iphofen), Anneliese Götz (Dingolshausen), Tanja Hellmuth (Wiesenbronn), Kerstin Hertle (Dettelbach), Elke Reischl (Markt Einersheim), Cornelia Röder (Etwashausen), Olga Ruppel (Kitzingen) und Petra Wieland (Obervolkach).