Am Ende war es reine Formsache: Der Stadtrat Prichsenstadt fasste den Aufstellungsbeschluss für das 12 000 Quadratmeter große Baugebiet "Am Gehäg" im Ortsteil Stadelschwarzach. In der Ratssitzung stellte Georg Schreiber vom Ingenieurbüro Valentin Maier die Planung vor, und nachdem diese bereits im Sommer vom Bauausschuss begutachtet worden war, kam der Plan mit einigen Änderungen in den Stadtrat.

Entstehen wird es neben dem Sportplatz. Als Schallschutz, so Bürgermeister René Schlehr im Telefonat mit dieser Redaktion, "legen wir einen Erdschutzwall an". Nach bisheriger Planung könnten zwölf Grundstücke zwischen 600 und 900 Quadratmetern entstehen. Was es nicht geben wird, sind Tiny-Häuser, weil die Geschossfläche mit mindestens 80 Quadratmetern vorgeschrieben ist. Auf Vorschlag von Schlehr schrieb der Rat auch das Anlegen von Regenwasserzisternen in jedem Grundstück vor.

Anträge im Gewerbegebiet

Sieben Anträgen für acht Lagerhallen auf einem Grundstück im Gewerbegebiet Ost – auch das war schon fast Formsache. Die beantragten Hallen stehen auf dem Gelände von Alexander Wehr schon längst, es handelte sich laut Schlehr lediglich um Anträge auf Genehmigung von Freistellungen bei den Abständen zwischen den Hallen. "Die Abstände sind teilweise zu gering, da habe ich bei möglichen Feuerwehreinsätzen Bauchweh." Gleichwohl ging es nur um das gemeindliche Einvernehmen, erteilende Behörde ist das Landratsamt. Rein formell verweigerte der Stadtrat einmal mehr dem Antragsteller mehrheitlich das Einvernehmen.

Rein informativ war die Neubesetzung von Ausschüssen nach dem Ausscheiden von Ludwig Meder aus dem Rat. Sein Nachfolger Stefan Deppisch sitzt nun für die FBG im Haupt- und Finanzausschuss und ist Stellvertreter im Bauausschuss, Kultur- und Tourismusausschuss sowie im Sport- und Sozialausschuss. Auch wurden zwei neue Referenten benannt: Ricky Haubenreich für den Umwelt- und Naturschutz (Nachfolge von Ingrid Mehlert) und Susanne Karb für Heimatpflege, Kultur und Touristik (für Ludwig Meder).

Mehr Personal für Bauhof?

Ratsmitglied Alexander Schöpfel monierte, dass die Beete am Westtor nicht gut gepflegt würden, er wünschte sich mehr Blumenkübel in der Altstadt. Das würde der Bürgermeister gern dem Bauhof übertragen, allein ihm fehle das Personal. Seine vier Mitarbeiter seien nach wie vor mit Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser beschäftigt, bald komme der Winterdienst, "da bräuchten wir mehr Personal". Das sah Ratsmitglied Alfons Saugel ähnlich und regte an, man möge über mehr Personal im Bauhof nachdenken. Das soll nun in Form eines dritten Zweier-Teams im Haushalt 2022 aufgenommen werden.