Eine Hauptversammlung unter Flutlicht, das sieht man auch nicht alle Tage. Aber Corona hat so vieles möglich gemacht und auch der TSV Hohenfeld hat gelernt, das Beste aus der Situation zu machen. "Die Pandemie hat uns ganz schön im Griff gehabt", so der Vorsitzende Rainer Knauf am Donnerstag. Aber der Verein habe versucht sich anzupassen und hofft nun, dass im kommenden Jahr neben dem Sportbetrieb auch die Veranstaltungen wieder mit Elan stattfinden können.

Hygienekonzept, Corona-Beauftragter, Luca-App, Ausschusssitzung per Videokonferenz – wäre hätte gedacht, dass dies einmal völlig selbstverständlich im Rückblick eines Vereinsvorsitzenden genannt wird? Völlig selbstverständlich aber auch, dass die Hohenfelder trotz Pandemie die Hände nicht in den Schoß gelegt haben. Die Zeit wurde für Arbeiten am Vereinsheim genutzt, Außenlicht, Küche, Kühlraum wurden und werden noch auf Vordermann gebracht. Der Gymnastikraum wurde neu ausgestattet, der Schulungsraum technisch aufgerüstet. Und mit Sonnwendfeuer und einer kleinen Kerm konnten sogar zwei kleine Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen stattfinden.

"Pandemie-Lethargie überwinden"

"Wir wollen weiterhin ein Treffpunkt für Alt und Jung sein", erklärte Rainer Knauf. Der Vorsitzende appellierte an seine Mitglieder: "Überwindet die Pandemie-Lethargie" und forderte sie auf, sich wieder vermehrt im Verein zu engagieren, sonst müsste das eine oder andere Fest künftig vielleicht ausfallen. Engagieren kann man sich nun auch voll digital: der TSV ist auf der Online-Spendenplattform betterplace.org mit einem Spendenkonto vertreten und eine kleine Spendensumme kommt auch von einem großen Online-Händler. Mit diesen Erlösen soll die Terrasse dort überdacht werden, wo jetzt noch ein Zelt steht.

Digitalisiert werden soll auch die Mitgliederverwaltung: Per App können sich die Mitglieder künftig registrieren und ihre Daten selbst pflegen. Die Möglichkeit, Ausschusssitzungen online abzuhalten, soll auch in Zukunft im Blick behalten werden, grundsätzlich soll es aber ohnehin weniger Sitzungen geben, um die Zeit der Ehrenamtlichen etwas einzusparen.

Abteilungsleiter sind zufriden

Elke Schmitt gab einen Überblick über den Kassenstand und zeigte sich grundsätzlich zufrieden. Zwar waren durch die Pandemie die Ergebnisse im Wirtschaftsbereich geringer ausgefallen, dennoch konnte sie einen kleinen Gewinn vermelden. Neben stabilen Mitgliedsbeiträgen hatte der Verein auch Zuwendungen aus Corona-Hilfen bekommen.

Aus dem sportlichen Bereich berichteten die Abteilungsleiter und zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen – unter den gegebenen Umständen waren die Spielzeiten in Fußball und Tischtennis gut gelaufen. Am 21. September und 1. Oktober sollen Fußball-Probetrainings für Kinder stattfinden, um zu testen ob Interesse an einer Jugendabteilung besteht. Beim Tischtennis kündigte sich ein vorsichtiger Generationswechsel an: Nach 45 Jahren teilt sich Hannelore Philipp die Leitung der Abteilung künftig mit Christian Grandl. Vitali Klein wird weiterhin die Fußball-Abteilung leiten. Zwar wollte er eigentlich aufhören, wegen der Unterstützung, die er nun erfährt, wolle er seine Arbeit aber fortsetzen. Das tut auch der gesamte Vorstand. Rudolf Sattes führte durch die Neuwahlen und konnte die drei Vorsitzenden Rainer Knauf, Thomas Schmitt und Michael Enck ebenso im Amt bestätigen wie die beiden Kassiererinnen Hannelore Philipp und Elke Schmitt, ebenso die Schriftführerin Irmtraud Zierhut. Auch die Posten aller Abteilungsleiter und Ausschussmitglieder konnten wieder besetzt werden.

Zahlreiche Mitglieder für ihre Treue geehrt

Etwas länger fiel die Liste der Ehrungen aus, denn hier wurden auch die aus dem letzten Jahr nachgeholt, als die Hauptversammlung pandemiebedingt abgesagt werden musste. Für 15 Jahre wurden geehrt: Annalena Güra, Tabea Herbert, Bastian Berbert, Tobias Herbert, Sarina Sengenberger, Michelle Thomas, Monika Weidt und Ilja Sabroda; für 25 Jahre (2020) waren es Katharina Darlapp, Alexander Dillmann, Robert Dillmann, Doreen Maurer, Heinz Schwarzbach und Heidi Wolf; (2021) Lydia Dillmann, Michael Dorsch, Rita Floßbach, Michael Enck, Raimund Linke, Bastian Kiemer, Anita Neuerer, Edmund Neuerer, Volker Pudenz und Fabrice Scheer Dabauvalle; für 40 Jahre (2020) Uwe Thomas und Karin Heerlein (2021); für 50 Jahre (2020) Ursula Knauf, Irene Lechky, Rainer Knauf und (2021) Ralph Philipp.  60 Jahre ist Helmut Philipp im Verein und Helga Thomas bringt es auf 70 Jahre, von denen sie allein 65 Jahre das Kinderturnen geleitet hat.