Der rauchende Konvoi der außergewöhnlichen Oldtimer mit der örtlichen Weinprinzessin Beate Flößer und der Fränkischen Weinkönigin Marion Wunderlich sowie einer großen Schar von Weinprinzessinnen und Symbolfiguren feierte beim Astheimer Cartusia Flair eine gelungene Premiere. Die Weinfestgemeinschaft in dem Volkacher Stadtteil fand wieder einmal neue Wege auf eine besondere Art zu feiern. Der Applaus im gemütlichen Ambiente des historischen Klosterhofs bestärkte die "Macher" in ihrem Ansinnen, auch künftig mit pfiffigen Ideen die Gäste zu begrüßen.

Leidenschaft und Traktoren weitergegeben

Im herrlichen Garten des Weinbauvereinsvorsitzenden Bruno Sauer startete der Empfang der Ehrengäste, unter denen sich auch Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf (CSU) und zahlreiche Stadträte befanden. Der Weinbau sei seit jeher Tradition in Astheim.
"Somit wurde nicht nur die Leidenschaft am Weingenuss von Generation zu Generation weitergegeben, sondern auch einige Weinbergsmaschinen und Traktoren," sagte Weinhoheit Beate Flößer. Viele der Fahrzeuge seien echte Schmuckstücke und würden seit langem nicht mehr für die harte Weinbergsarbeit genutzt. Ihre Besitzer, die ihre Oldtimer mit Liebe pflegen, hätten die einzigartigen Exponate extra für Cartusia Flair aus ihren Scheunen geholt. Auf Unimog und Anhänger drehten die Ehrengäste eine weinselige Ortsrunde, um dann mit ratternden Motoren in den idyllischen Kartausenhof einzufahren.
"Das hätten die Gründer des Klosters Mariä Brück nicht gedacht, als sie 1410 die Gebäude dem Schweigeorden der Kartäusermönche überließen, dass etwa 500 Jahre später wir hier in weinseliger Stimmung den Abend genießen," sagte Beate Flößer und lud die Gäste ein, bei anregenden Gesprächen in Fröhlichkeit zu entspannen. Der Wein sei ein Geschenk des Himmels und der Erde. Er sei Lohn für die mühevolle Arbeit der Winzer in der Natur. "Lassen Sie es sich also gut gehen unter den malerischen Linden- und Haselnussbäumen," so die Weinprinzessin.

Den Kartäuser "dürstet" es

Leo Wagenhäuser, der seit 29 Jahren den Astheimer Kartäusermönch symbolisiert, riet weniger zu Worten als vielmehr zu Taten. "Mich dürstet," meinte er kurz und bündig. Der Vorsitzende der Festgemeinschaft Roger Schmidt brachte seine Freude über das tolle Wetter zum Ausdruck: "Das hatten wir schon lange nicht mehr." Weinkönigin Marion Wunderlich schwärmte von der fränkischen Landschaft mit ihren schmucken Weinorten und den köstlichen Rebsäften. "Das ist wie eine kleine Schatztruhe, die man öffnen kann." Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Festgemeinschaft öffnete Weinprinzessin Beate derweil die Astheimer Schatzkammer und kredenzte erlesene Weine von den Hängen am Mainufer.