Millionen fließen in den Steigerwald
Autor: Norbert Finster
Gerolzhofen, Dienstag, 03. Februar 2015
Als eine „vernachlässigte Region“ hat der Verein Nationalpark Nordsteigerwald in einem Schreiben vom 20. Januar 2015 an Abgeordnete des Bayerischen Landtags den Nordsteigerwald bezeichnet (die Main-Post berichtete am 29. Januar). Auf diese Behauptung hat nun der Verein „Unser Steigerwald“ reagiert: Der Steigerwald sei keineswegs eine vernachlässigte Region.
Als eine „vernachlässigte Region“ hat der Verein Nationalpark Nordsteigerwald in einem Schreiben vom 20. Januar 2015 an Abgeordnete des Bayerischen Landtags den Nordsteigerwald bezeichnet (die Main-Post berichtete am 29. Januar). Auf diese Behauptung hat nun der Verein „Unser Steigerwald“ reagiert: Der Steigerwald sei keineswegs eine vernachlässigte Region.
Wer mit wachen Augen durch die Dörfer fahre, der könne unschwer feststellen, dass im Rahmen von Dorferneuerungsmaßnahmen, im Straßenbau, im Radwegebau und in vielen anderen Strukturprogrammen sehr viele Fördermittel in die Region geflossen seien.
„Unser Steigerwald“ begrüßt die Initiative des Ministerpräsidenten Horst Seehofer, eine Arbeitsgruppe die künftige Richtung des Steigerwalds eruieren zu lassen, wehrt sich aber gegen jede Ausweisung von Großschutzgebieten im Steigerwald. Die Errichtung des Steigerwaldzentrums, der Bau des Baumwipfelpfades und weitere Maßnahmen zeigten, dass die Staatsregierung die Steigerwaldregion gut fördere, und zwar in Millionenhöhe, schreiben die beiden Vorsitzenden, Staatssekretär Gerhard Eck und Oskar Ebert.
Impulse für Regionalentwicklung
Mit dem Zusammenschluss der Kommunen und Landkreise des Steigerwalds im „Netzwerk Steigerwald“, seien wichtige Impulse für die Regionalentwicklung gesetzt und damit auch eine gute Basis für eine landkreisübergreifende Regionalentwicklung geschaffen worden.
Die Unterstützung für die Region werde von den meisten Menschen im Steigerwald auch anerkannt. Seit 2005 sei auch viel Geld in den Bau und Unterhalt der Wander- und Radwege geflossen. Zielgerichtet sei das Angebot für die Erholungssuchenden verbessert worden (Unterstell- und Informationspavillons, Gastronomie am Zabelstein, Sanierung der Ruine Zabelstein), so der Anti-Nationalparkverein.
Die Steigerwaldgemeinden stünden trotz dieser Investitionen, die immer mit einer regionalen Kofinanzierung verbunden sind, mit ganz wenigen Ausnahmen auch finanziell sehr gut da. Vergleiche mit der Verschuldung der Kommunen in Nationalparkgebieten könne jeder im Internet nachlesen.
„Unser Steigerwald“ zur Demografie: Es wäre natürlich die Lösung schlechthin, überall in diesen Gebieten einen Nationalpark auszuweisen und damit vermeintlich alle Probleme zu lösen. Es stellt sich jedoch die Frage, woher die „Millionenbeträge an Fördermitteln“ kommen sollen, die die Nationalparkbefürworter für all diese ländlichen Regionen aus Steuermitteln finanzieren wollen.