Auf dem Areal oberhalb des Mainbernheimer Friedhofs sollen Mehrfamilien- oder Mietshäuser entstehen. Dafür ändert die Stadt den Bebauungsplan "Am Steinberg II". Beim Turngarten werden die Arbeiten für die Umgestaltung ausgeschrieben.

Die Stadt hatte bei verschiedenen Bauträgern angefragt, ob Interesse bestünde, auf dem Areal oberhalb des Friedhofs Mehrfamilienhäuser oder Mietshäuser zu errichten. Zwei Firmen beziehungsweise Planungsbüros hätten zunächst Interesse bekundet, dann aber aus unterschiedlichen Gründen wieder abgesagt, informierte Bürgermeister Peter Kraus.

Nun will die Stadt die Fläche selbst überplanen und vorrangig für den Geschosswohnungsbau Bauwilligen und Investoren anbieten. Der Bebauungsplan kann nach Rücksprache mit dem Landratsamt im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, das für eine echte Innenentwicklung und Nachverdichtung gedacht ist.

Sozialer Wohnungsbau finanziell nicht zu verwirklichen

Stadtrat Eugen Reifenscheid und seine Kollegin Anja Bachmann brachten einen sozialen Wohnungsbau ins Spiel. Alleinerziehende und Geringverdiener sollte die Stadt im Blick haben, warb Anja Bachmann. Dies sei zwar richtig, allerdings sei dies finanziell für die Stadt nicht zu verwirklichen, meinte Bürgermeister Peter Kraus. Stadträtin Melanie Jäger ergänzte, dass die Stadt es jetzt anschiebe, Bauplätze für Mehrfamilienhäuser zu schaffen.

Vor Ort im Turngarten ließ sich der Stadtrat von Architektin Kathrin Nißlein abschließend über die Umgestaltungsmaßnahmen informieren, bevor es in die Ausschreibung geht. Eine Diskussion gab es über den Standort der Sitzmöglichkeiten, der aber bereits beschlossen worden war.

Kathrin Nißlein erinnerte an den gewünschten Versorgungspavillon für Veranstaltungen, der mit Strom, Wasser- und Abwasseranschlüssen errichtet werden soll. Zudem sollen Sitzreihen aus Natursteinen errichtet werden und ein Wasserspiel am Boden entstehen. Beleuchtet werden sollen auch die Türme der Stadtmauer, die vorhandenen Wege werden saniert und eingefasst, Sitzbänke, Hundestationen und Abfallkörbe werden erneuert. Zwischen September und November soll gebaut werden.

Konzept für das ehemalige Elfleins-Anwesen

Einer überarbeiteten Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt für den Neubau einer Linksabbiegespur auf der B 8 zum Norma-Markt stimmte der Stadtrat zu. Auf Wunsch der Stadt waren die Passagen herausgenommen worden, die den Bau des Geh- und Radwegs und die Unterhaltung der Querung beinhalteten, da diese nicht im Zusammenhang mit der Linksabbiegespur stehen. Dagegen ist die Stadt nun zuständig für den Straßenbereich zwischen Bundesstraße und Norma-Gelände. Im Vertrag mit der Norma sei zu regeln, dass diese den Unterhalt und die Verkehrssicherung übernimmt.

Generelle Zustimmung gab es zum Nutzungskonzept für das ehemalige Elfleins-Anwesen (Herrnstraße 35/37). Darauf hingewiesen wurde im Rat, dass ein Technikraum in der Planung noch fehle. Zustimmung gab es, dass das Pultdach auf einem Nebengebäude durch ein Satteldach ersetzt werden soll. "Das ist schöner für das Stadtbild", meinte Bürgermeister Kraus. Die Fachplaner können nun die Kosten berechnen.