Druckartikel: Marshall Heights: Texashäuser sind verkauft

Marshall Heights: Texashäuser sind verkauft


Autor: Harald Meyer

Kitzingen, Dienstag, 15. November 2016

Marshall Heights kommt schnell voran: Die 103 Texashäuser in der Kitzinger Ex-US-Siedlung sind verkauft, sagt Eigentümer Georg Wittmann. Der plant weiter.
Marshall Heights: Die Arbeiten an den Gebäuden der ehemaligen US-Wohnsiedlung laufen. Sowohl in den Texashäusern wird gearbeitet, aber auch die Sanierung der ersten Wohnblocks ist angelaufen.


Der neue Kitzinger Stadtteil Marshall Heights ist offensichtlich ein Immobilien-Renner: „Die Texas-Häuser sind alle verkauft“, sagt der Eigentümer der einstigen US-Wohnsiedlung, Georg Wittmann. Der plant schon die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des 32 Hektar großen Gebiets. Fünf Wohnblocks sollen in den kommenden Monaten saniert werden, einer ist bereits eingerüstet.

Hohes Entwicklungstempo

Das Entwicklungstempo von Marshall Heights ist enorm. Im Februar 2015 erwarb Wittmann das Gelände, im Mai gab's den Tag der offenen Türe – mit einer „wahnsinnigen Resonanz“, wie der Immobilienmakler betont. Und nachdem eine Stadtratsmehrheit Ende 2015 den Widerstand gegen die Vermarktungspläne aufgab und einer Entwicklung des Geländes in sieben Abschnitten zustimmte, startete Wittmann durch.

1#googleAds#100x100

Noch vor Jahresbeginn 2016 waren die ersten beiden der 103 Texashäuser verkauft. Im Februar lief dann die Vermarktung richtig an, Mitte Juni hatten schon knapp die Hälfte der Doppel- und Reihenhäuser neue Eigentümer und Wittmann prophezeite damals beim Pressetermin: „Bis Ende des Jahres sind alle 103 Texashäuser verkauft.“ Das Ziel hat der Immobilienmakler vorzeitig erreicht. Lediglich bei drei oder vier Häusern fehle noch die Unterschrift beim Notar, sagt er. Was Wittmann besonders erstaunt: Unter den Käufern der ersten 80 Häuser seien 42 gewesen, die nicht aus Kitzingen und den Ortsteilen kommen.

Wohnblocks gehen in die Sanierung

Nächster Schritt: Fünf Wohnblocks sollen bis Mitte 2017 saniert sein. Ein ehrgeiziges Vorhaben: In den Bädern stehen laut Wittmann „umfangreiche Arbeiten“ an, dazu müssen die Heizanlagen auf den Stand der Technik gebracht werden. Die Blocks werden per Gas beheizt, die Texashäuser und der einstige US-Kindergarten über Fernwärme von einem Blockheizkraftwerk, das seit Mitte Oktober in Betrieb ist.

Einer der fünf Blocks, die jeweils 24 Wohneinheiten haben, ist nach Wittmanns Worten auf der Zielgeraden. Nur beim Verputz und der Farbe sei – angesichts frostiger Temperaturen – noch etwas Geduld angesagt, bis es in die Vermarktung geht: als Eigentumswohnungen, so Wittmann.

Sieben „Portionen“ der Erschließung

Der ist – nicht nur in Gedanken – schon beim nächsten Schritt für die auf sieben „Portionen“ aufgeteilte Entwicklung von Marshall Heights. Was seinen Tatendrang noch etwas hemmt, ist die Stadtratsentscheidung – vom Dezember 2015 – zur Erschließung des Geländes.

So soll die nächste „Portion“ des einstigen US-Areals mit insgesamt 736 Wohnungen in 30 Blocks und 103 Texashäusern erst dann in Angriff genommen werden, wenn mindestens 75 Prozent des vorherigen Abschnitts entwickelt sind und die Erschließung gesichert ist. Da hängt Wittmann nach eigenen Angaben noch etwas hintendran, sieht sich aber auf der Zielgeraden.

Stadt hat Straßen übernommen

Die Bilanz des Immobilienmaklers sieht rosig aus: „Es hätte nicht besser laufen können.“ Dies sei vor allem auch dem Bauamt zu verdanken, das bei der Entwicklung des Geländes „sehr hilfreich gewesen“ sei – vor allem bei der Erschließung des ersten Abschnitts.

Den habe die Stadt vor rund zwei Wochen übernommen, Straßen, Kanäle und Beleuchtung seien nun Teil des kommunalen Netzes. Damit ist Marshall Heights auch offiziell Teil der Stadt und – wer mal die Zufahrt über die Gabelsberger Straße beobachtet, ein beliebter Treff für Handwerker. Wittmann: „An jedem zweiten Haus wird gewerkelt.“