Die Detektive nehmen einen zweiten Anlauf: Nachdem die Katholische Junge Gemeinde Kitzingen ihr beliebtes Zeltlager im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie absagen musste, sind die Organisatoren guter Dinge, dass es heuer klappt. Die Anmeldung für die spannenden Tage auf einem Zeltplatz in Oberfranken läuft.

Der KjG Kitzingen geht es wie vielen anderen Vereinen und Organisationen: Sie wollen Kindern und Jugendlichen etwas bieten. Doch was wann wie geht, lässt sich kaum vorhersagen und das macht die Planung schwierig. „Wir wissen nicht, was Ende Juli/Anfang August ist“, sagt Gabriella Moser. Aber sie hat ein Bild vor Augen: In dieser einen Woche werden etwa 90 Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 13 Jahren auf dem Zeltplatz Waldesruh zwischen Forchheim und Bayreuth viel Spaß haben. Dafür lassen sich die Lagerleiterin des traditionellen KjG-Zeltlagers, die für die inhaltliche Ausgestaltung zuständige Gruppenleiterin Sophie Neubeck und zahlreiche Betreuer wieder allerhand einfallen.

Eine aufregende Zeit

Das Motto heißt „Detektive in Ausbildung – Sei KjGespannt“ und verrät es schon: der Zeltplatz wird zum Tatort, die Kids müssen ihr kriminalistisches Gespür unter Beweis stellen. „Gemeinsam werden wir vor einen schwierigen Fall gestellt“, macht Sophie Neubeck neugierig. Mehr will sie im Vorfeld aber nicht verraten. „Ich sage nur so viel: Es wird eine aufregende, spannende Zeit, die alle Kinder in eine ganz andere Welt versetzen wird – in die Welt der Detektive.“

Gespür ist auch bei den Vorbereitungen gefragt. Schon alleine die Grundsatzfrage, ob das Zeltlager überhaupt angeboten werden soll, war nicht leicht zu beantworten. Gabriella Moser weiß, wie viel Spaß das Zeltlager den Kindern macht. Doch die KjG will weder eine leichtfertige Entscheidung treffen, noch die Veranstaltung auf Biegen und Brechen durchführen. Schon alleine deshalb, weil die Lagerleitung die Verantwortung für die Kinder trägt und sich schließlich niemand anstecken soll. Aber auch, weil bei einem Zeltlager der Spaß im Vordergrund steht, sonst macht es wenig Sinn, es überhaupt anzubieten. Gabriella Moser hat das Hygienekonzept einer anderen deutschen KjG-Gruppe studiert, die im vergangenen Jahr trotz Corona ein Zeltlager durchgeführt hatte. „Das Hygienekonzept war 17 Seiten lang“, berichtet sie. Vieles war eingeschränkt. Nach Ansicht der Kitzinger KjG so viel, dass ein Zeltlager keinen Sinn mehr macht. „Es ist ja die Gemeinschaft, die ein Zeltlager ausmacht, die gemeinsamen Spiele“, findet Gabriella Moser. Könne das nur in kleinen Gruppen stattfinden, falle genau diese Gemeinschaft weg.

Alternativprogramm steht

„Wir geben unser Bestes, trotz Corona ein Zeltlager umzusetzen und sind auch schon fleißig am Organisieren“, sagt auch Sophie Neubeck. Sie ist aber sicher, dass das Zeltlager auch mit der ein oder anderen Einschränkung alle Erwartungen erfüllen wird, sodass die Kinder und die Leiter trotzdem eine schöne Woche haben können, in der sie viele neue Erfahrungen sammeln.

Im vergangenen Jahr hatten die Kitzinger KjGler ihr Zeltlager abgesagt und stattdessen ein dreitägiges Alternativprogramm in der Stadt auf die Beine gestellt – mit Kinoabend, Radtour in kleinen Gruppen und Workshops zu den Themen Umwelt, Pädagogik und Eine-Welt-Arbeit. Sollte das Zeltlager auch in diesem Jahr kurzfristig abgesagt werden müssen, wird es auf jeden Fall wieder ein ähnliches Ersatzprogramm geben.

Momentan aber läuft die Planung für das Sommerhighlight auf vollen Touren. Es findet erstmals auf dem Zeltplatz Waldesruh statt, der den Kitzingern alleine zur Verfügung steht. „So müssen wir uns nicht mit anderen Gruppen beim Kochen absprechen und haben die Toiletten nur für uns“, erklärt die Lagerleiterin. Die genaue Teilnehmerzahl wird sich nach der Inzidenz richten, momentan sind 90 angepeilt. Es sei aber durchaus möglich, dass doch nicht so viele Kinder mitfahren dürfen. „Dann verfahren wir nach dem Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm....“, erklärt Moser.

Hygienekonzept wird erarbeitet

Derzeit wird ein Hygienekonzept für das Zeltlager ausgearbeitet. Fest steht bereits, dass die Teilnehmer vor Beginn einen negativen Corona-Test nachweisen müssen. „Vor Ort haben wir ja dann keinen Kontakt mehr zu anderen. Und die Aktivitäten finden draußen statt.“ Moser hofft, dass die Betreuer bis dahin alle geimpft sind, zumal Jugendleiter kürzlich um eine Priorität hochgestuft wurden. Zur Durchführung habe das Team viele Ideen im Kopf, so Moser, „aber die sind noch nicht ganz ausgereift.“ Weil eben noch vieles in der Schwebe ist. Deshalb ist sie auch Pfarrer Spöckl dankbar, dass er das Zeltlager unterstützt und es ermöglicht, die finale Entscheidung über die Durchführung relativ kurzfristig vor dem Termin zu fällen. Die angemeldeten Teilnehmer bekommen bei einer Absage 90 Euro der 100 Euro Teilnahmegebühr zurückerstattet.

Doch Corona erschwert nicht nur die Durchführung des Zeltlagers, sondern schon die Werbung. Momentan läuft diese online und auf Instagram. „Aber da erreichen wir in erster Linie die Kinder, die uns schon kennen“, weiß Gabriella Moser. In „normalen“ Jahren aber gehen die KjGler im Vorfeld in die Schulen und stellen sich und ihr Sommerabenteuer vor. So kommen sie auch in Kontakt mit Kindern, die mit Kirche nicht viel zu tun haben. „Wenn man sagt, man ist von der Katholischen jungen Gemeinde, kommt es so rüber, als müsse man in der (katholischen) Kirche sein, um an unseren Programmen teilzunehmen,“ so die Erfahrung von Gabriella Moser. „Aber wenn sie uns kennenlernen, sagen sie oft: Das ist ja cool, was die da machen. Da will ich mit, auch wenn ich nicht Teil der katholischen Gemeinde bin!“ Denn welcher Religion die Kinder angehören, ist beim Zeltlager völlig egal.

Sommerzeltlager der KjG Kitzingen

Was? Schon seit vielen Jahren führt die Katholische Junge Gemeinde Kitzingen zu Beginn der Sommerferien ein einwöchiges Zeltlager für Kinder und Jugendliche durch.

Wann und Wo? Von Samstag, 31. Juli, bis Freitag, 6. August 2021, auf dem Zeltplatz Waldesruh in Oberfranken.

Wer: Mädchen und Jungen von 9 bis 13 Jahren beziehungsweise von der 3. bis zur 7. Klasse.

Kosten: Die Teilnahmegebühr liegt bei 100 Euro.

Im Falle einer Corona bedingten Absage werden die Kosten abzüglich einer Solidaritäts- und Verwaltungsgebühr in Höhe von 10 Euro zurückerstattet.

Leitung: Die Gesamtleitung hat Gabriella Moser, die inhaltliche Gestaltung übernimmt Sophie Neubeck.

Anmeldung: ausschließlich online über die Homepage kjgkitzingen.de/zeltlager