Was gut ist, kommt wieder. Nach diesem Motto verfahren die Verantwortlichen der Aktion „Weihnachten im Einkaufswagen“. Ab Montag, 29. November, bis zum 18. Dezember, können alle Kitzinger wieder auf ganz einfache Art und Weise für bedürftige Menschen spenden.

Die Idee kommt aus Würzburg, Pfarrer Gerhard Spöckl hat sie gerne nach Kitzingen transferiert und in seinem evangelischen Amtskollegen Thilo Koch, Bürgermeisterin Astrid Glos, Hildegard Töpfer sowie den drei Leitern großer Einkaufsmärkte Verbündete gefunden. Dort, im Rewe-Markt in der Dagmar-Voßkühler-Straße, im E-Center und bei Edeka Weigandt, können die Kunden eingekaufte Produkte in extra bereitgestellte Einkaufswagen legen. Mehl, Zucker, Nudeln, Honig, Tee: Alles ist möglich, alles hilft. „Hauptsache, es sind keine leicht verderblichen Waren“, betont Glos.

Positive Resonanz bei Premiere

Die Helfer werden die Waren am 20. Dezember abholen und sortieren, damit sie rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest an Bedürftige verteilt werden können. Bei der Logistik hilft wieder einmal Hildegard Töpfer aus Albertshofen mit ihrem Verein „Empathie e.V.“ und steuert außerdem kurz vor der Verteilung frische Waren wie Obst und Gemüse bei. Die Verteilung der Waren wird im Dekanatszentrum stattfinden. „Falls noch etwas übrig bleibt, bringen wir es ins Notwohngebiet oder in die Gemeinschaftsunterkünfte“, kündigt Glos an.

Im letzten Jahr fand die Aktion zum ersten Mal in Kitzingen statt. „Die Spendenbereitschaft war groß“, erinnert sich Jochen Weigandt. Von einer positiven Resonanz spricht auch Detlef Kautzmann. Der Leiter des E-Centers hat in seiner langen Berufskarriere immer wieder beobachtet, wie offen die Kitzinger gegenüber Spendenaktionen sind. Seit Juli dieses Jahres läuft beispielsweise in seinem Markt eine Bon-Aktion für „Kiwi e.V“, einen Verein, der die Kinderintensivstation an der Uniklinik Würzburg unterstützt. Wer will, kann seine Pfandbons für leere Flaschen für diesen Zweck spenden, anstatt sie an der Kasse einzulösen. „Fast 5000 Euro sind bislang zusammengekommen“, freut sich Kautzmann. Für ihn stand außer Frage, dass er auch heuer wieder bei der Aktion „Weihnachten im Einkaufswagen“ mitmacht, genau wie seine Kollegen Jochen Weigandt und Tobias Roppelt.

Jeder kann mitmachen

Pfarrsekretärin Sonja Kuntz hatte bei ihren eigenen Einkäufen im letzten Jahr immer wieder beobachtet, dass Kunden aus allen möglichen Altersgruppen etwas in den Wagen legten – Rentner genauso wie junge Familien. „Das ist ja das Schöne an der Aktion“, bestätigt Astrid Glos. „Dass wirklich jeder mitmachen kann. Jeder noch so kleine Beitrag hilft.“ 150 Kisten wurden vor einem Jahr gepackt und an Bedürftige verteilt. „Deren Dankbarkeit war groß“, erinnert sich Sonja Kuntz, die bei der Verteilung dabei war. „Die Leute fühlten die Wertschätzung.“ Das Angebot soll auch in diesem Jahr so niederschwellig wie möglich gehalten werden. „Jeder kann zur Ausgabe ins Dekanatszentrum kommen, niemand wird weggeschickt“, versichert Astrid Glos.

Jetzt hoffen die Organisatoren, dass sich wieder möglichst viele Kunden an der Spendenaktion beteiligten. Pfarrer Gerhard Spöckl ist diesbezüglich guter Dinge. „Das Verständnis für ein soziales Miteinander ist in Kitzingen sehr stark ausgeprägt“, freut er sich.