Heimliche und unheimliche Treffen im Schatten der Linden-Allee, Schatzsuche am Prinzessinnenbad oder sogar der erste Kuss unter der Pergola: Für viele Menschen ist der Schlosspark hoch oben auf dem Schwanberg ein ganz besonderer Ort. Was haben Sie in der weitläufigen Anlage rund um das Neptun-Bassin, den Hubertus-Hirschen, das Alpinum und das kleine Mausoleum erlebt? Welche Erinnerungen und Begebenheiten verbinden Sie mit dem acht Hektar großen Park?

Heiße und innige Liebe

Bärbel Faschingbauer, Diplom-Ingenieurin für Landespflege, fand das verwilderte, verwunschen wirkende Areal nordöstlich des Schwanberg-Schlosses schon vor Jahrzehnten faszinierend: „ein Schatz im Dornröschenschlaf“. Die Sulzfelderin forschte, sprach mit dem damaligen Besitzer Graf Radulf zu Castell-Rüdenhausen, dem letzten Adeligen auf dem Schwanberg, und fand heraus, dass es sich um ein Gartendenkmal handelte, das in Bayern Seinesgleichen sucht. Heute ist der Park restauriert, Besucher aus Nah und Fern lassen sich von seinem historischen Flair verzaubern. Und auch Bärbel Faschingbauer liebt den magischen Ort noch immer heiß und innig.

Und genau deshalb kam ihr eine Idee. Sie möchte das acht Hektar große „Geburtstagskind“ – die Parkanlage wird heuer 100+1 Jahre alt – mit einem ganz speziellen Geschenk würdigen. Gemeinsam mit Andrea Schott-Heinzmann vom Geistlichen Zentrum Schwanberg, Sr. Dorothea Krauß von der Communität Casteller Ring und Schlossparkführerin Diana Fuchs lädt sie alle Schlossparkfreunde ein, eine Art Liebeserklärung an den Park zu schreiben.

Vielleicht erinnert sich jemand an frühere Zeiten, in denen Schul- oder Familienausflüge auf den Schwanberg stattfanden? Möglicherweise findet sich ein altes Bild im Fotoalbum, das den Opa oder die Tante stolz am Obelisken oder am steinernen Tisch zeigt? Eventuell hat ein Hobbyfotograf vor Jahrzehnten das schimmernde Wasser des Prinzessinnenbades abgelichtet oder eine Picknick-Runde am Aussichtsplatz? Oder im Mondschein unter Neptuns göttlichem Blick einen Liebesbrief verfasst? Wer weiß…

Wer hat historische Bilder?

Liebesbezeugungen aller Art sind auf jeden Fall auch jetzt gefragt – nicht für eine Person, sondern für den Schlosspark. „Was auch immer Sie mit dem Park verbindet, schreiben Sie es auf und senden Sie es uns!“, bittet Bärbel Faschingbauer. „Falls Sie historische Fotos oder Bilder aus dem Park haben, machen Sie uns damit ebenfalls eine große Freude und bereichern das Jubiläumsfest am 23. Juli.“ Auf einer großen Wand mitten im Schlosspark sollen die Briefe und Mails ausgestellt werden. Deshalb werden alle Einsender um ihr Einverständnis dafür gebeten, dass Texte und Bilder veröffentlicht werden dürfen. „Wir bedanken uns schon jetzt ganz herzlich dafür.“

Liebeserklärungen und ein großes Fest

Post: Wer eine Liebeserklärung an den Schlosspark schreiben kann, sendet diese bitte bis 1. Juli per Post oder Mail an: Sr. Dorothea Krauß, Schwanberg 4, 97348 Rödelsee, dkrauss@ccr-schwanberg.de

Park-Geburtstag: Der 100. Geburtstag des Schlossparks konnte im vergangenen Jahr Corona-bedingt nicht gebührend begangen werden, doch heuer – am Samstag, 23. Juli – wird der Park sich umso gastfreundlicher zeigen. Mit einem bunten Programm aus Live-Musik, Foto-Spaß, 20-er-Jahre-Outfits, launigen Führungen, einem mannigfaltigen Kinderprogramm und kulinarischen Überraschungen will das Geistliche Zentrum Schwanberg, dem der Schlosspark heute gehört, Groß und Klein begeistern.

Infos: www.geistliches-zentrum-schwanberg.de