Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Alle Jahre wieder – und doch niemals ganz gleich. Der Kitzinger Weihnachtsmarkt besticht durch seine Vielfalt. Und durch neue Ideen. Die Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren.
Der Bus ist voll. Kein einziges Paket passt mehr hinein. Wobei? Ein wenig schieben, ein wenig rütteln. Und tatsächlich: Frank Gimperlein hat doch noch ein kleines, freies Stückchen gefunden. Weiter geht die Fahrt zur nächsten Station.
Seit September ist das Team des Stadtmarketingvereins mit Claudia Biebl, Katrin Weber und Frank Gimperlein mit den intensiven Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt 2018 beschäftigt. „Ab dann laufen ganz viele Anrufe der Aussteller ein“, weiß Claudia Biebl, die den Markt mit ihren Mitstreitern seit 2013 organisiert. Ab November starten die Feinjustierungen. Absprachen mit Bauamt und Bauhof sind nötig, mit der Stadt oder den Schulen.
In diesem Jahr sind die Aussteller nicht nur in der Rathaushalle zu finden, sondern auch wieder in der Friedrich-Bernbeck-Schule. Krippen- und Weihnachtsdeko aus Holz, Filz- und Stoff-Unikate, Taschen, Seifen, Windlichter, Vintage-Möbel und vieles mehr sind dort zu erstehen. In der Rathaushalle gibt es Schmuck und Holzartikel, Puppenkleider, Pelze, Mützen, Patchwork-Näharbeiten und etliche andere Artikel. Der Marktplatz, der Rathauskeller, der Platz der Partnerstädte und der In:Hof (Innenhof der Friedrich-Bernbeck-Schule) sind weitere Standorte. Kein Wunder, dass der bloße Aufbau mindestens eine Woche dauert. Die Fenster im Rathaus und im Landratsamt wollen beleuchtet sein und natürlich thront über allem wieder Bayerns größte Adventskerze.
Unterschiedliche Musikangebote, sehenswerte Illuminationen und ein paar Überraschungen, die noch nicht verraten werden sollen: Das macht den Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr aus. Er wirbt sogar mit einer Schneegarantie. Zuständig dafür sind Tom Weinig und sein Team von „2Event“. Den Christbaum am Marktplatz haben sie schon illuminiert, den Platz der Partnerstädte auch. Und in der Stadt haben sie 90 Weihnachtssterne aufgehängt. Der Startschuss für zwei Tage vorweihnachtlicher Stimmung in Kitzingen kann damit am Freitag, um 17.30 Uhr, auch fallen.
Anfang November ging die Arbeit bereits los. Kein Wunder, mussten doch 330 Fenster in der Stadt weihnachtlich beleuchtet werden, das Rathaus und das Landratsamt als prominenteste Vertreter. Claudia Biebl freut sich vor allem auf die „Blaue Kirche“ – die Illumination in der evangelischen Kirche mitsamt adventlichem Bühnenprogramm. Tom Weinig freut sich schon auf die Gesichter der Besucher am Marktplatz, wenn es pünktlich zur vollen Stunde wieder anfangen wird zu schneien. Wie er den Effekt hinbekommt, soll sein Geheimnis bleiben. Einen Wunsch verrät er allerdings: Bloß keinen echten Schneefall am Wochenende. „Das würde den ganzen Effekt verderben.“
Während die Vorbereitungen in der Stadt auf Hochtouren laufen, wächst auch auf der anderen Mainseite die Anspannung. Schüler der Siedlungs-Grundschule und der St. Martin-Schule üben seit Mitte September unter der Leitung von Sonderpädagogin Shelly Preu und Grundschullehrerin Anja Bank ein Kindermusical ein. „Freude, Freude heißt das wohl beliebteste Kindermusical zu Weihnachten, das mehrere hundert Mal pro Jahr live aufgeführt wird und dessen Lieder von Kindern begeistert gesungen werden“, erzählt Anja Bank. Die Musik kommt von Gaba Mertins. „Und sie geht schnell ins Ohr.“