Die Berufsfachschule Ochsenfurt informiert potenzielle neue Schüler über ihr Ausbildungsangebot
Eine moderne Küche mit mehreren Kochinseln; eine Wäscherei mit Waschmaschinen und Bügelstationen; ein Kinderzimmer mit Wickeltischen und Kinderbettchen: alles unter einem Dach. An der Berufsfachschule Ochsenfurt werden Ausbildungen in den Bereichen „Ernährung und Versorgung“ sowie „Kinderpflege“ angeboten. Beim jährlichen Infotag konnten die Interessierten sich einen ersten Eindruck verschaffen.
Das Schuljahr ist bald zur Hälfte vorbei, im Sommer werden wieder einige Absolventen der weiterführenden Schulen vor der schwierigen Entscheidung stehen: Wohin führt der berufliche Weg? Sich rechtzeitig zu informieren ist ratsam. Wer über eine soziale Ader verfügt, kann sein Glück an der Berufsfachschule in Ochsenfurt finden.
Eine der angebotenen Ausbildungen ist die zum Kinderpfleger. Oder – wie in den meisten Fällen – zur Kinderpflegerin. „Das ist besonders bei jungen Frauen eine sehr beliebte Ausbildung“, erzählt Johann Bux, Schulleiter in Vertretung am Ochsenfurter Standort des staatlichen beruflichen Schulzentrums Kitzingen-Ochsenfurt.
In zwei Jahren kann der Abschluss erworben werden, der dann beispielsweise zur Arbeit in Kindertagesstätten qualifiziert. Grundlegende Voraussetzung ist ein Mittelschulabschluss. „Und bitte auch ein Praktikum“, ergänzt Johann Bux. Viel zu oft gingen die Vorstellungen der Arbeit mit Kindern an der Realität vorbei.
„Sich um eine Gruppe von 20 Kindern zu kümmern, ist etwas anderes, als einen Nachmittag mit dem kleinen Geschwisterchen zu spielen“, so der Schulleiter.
Der Zweig „Ernährung und Versorgung“ brauche schon eher etwas Werbung und Aufklärungsarbeit. „Früher war das die Ausbildung zum Hauswirtschafter. Und Hauswirtschaft wird oft mit Haushalt gleichgesetzt“, erklärt Bux. Das sei nicht grundlegend falsch, doch die Arbeitsmöglichkeiten sind vielfältig.
Im zweiten Ausbildungsjahr bestehe zum Beispiel die Option, das Wahlpflichtfach „Gastronomie und Hotellerie“ zu belegen. Nach zwei Jahren wird der Abschluss „Staatlich geprüfte/-r Helfer/-in für Ernährung und Versorgung“ erlangt, dazu besteht noch die Option auf ein drittes Jahr. Dann wartet die Doppelqualifikation zum Assistent für Ernährung und Versorgung und staatlich geprüften Hauswirtschafter. „Bei entsprechender Leistung kann sogar der mittlere Schulabschluss erreicht werden.“ Voraussetzung für die Ausbildung ist lediglich die erfüllte Vollzeitschulpflicht von neun Jahren.