Es ist eine Premiere – und die soll ein voller Erfolg werden. Der Heimatverein Volkach und der örtliche Bund Naturschutz organisieren einen Streuobsttag in den Struthäckern bei Volkach. Neben anschaulichen Vorträgen gibt es fünf Stände und natürlich etwas zum Essen und Trinken.

Gerda Hartner, Peter Feuerbach und Lothar Engert stehen am Fahrradweg nach Eichfeld und schauen sich die Fläche noch einmal an. Rund 4000 Quadratmeter groß sind die Struthäcker, direkt an der Abzweigung nach Rimbach gelegen. Im oberen Bereich stehen alte Bäume. Ein Birnbaum ist rund 90 Jahre alt, der Nussbaum hat noch ein paar Jahre mehr auf der Rinde. Peter Feuerbach kennt die Daten, das Grundstück befindet sich im Besitz seiner Familie.

Elf neue Bäume gepflanzt

Bis vor drei Jahren grenzte im unteren Bereich noch eine landwirtschaftliche Fläche an. Die ist durch eine Blühwiese ersetzt worden, eine mehrjährige Mischung wurde ausgebracht, außerdem wurden elf Bäume gepflanzt, darunter exotische wie ein Maronenbaum. „Wir mähen die Fläche nur einmal im Jahr“, erklärt Feuerbach. „Sobald die Raupen geschlüpft sind.“ Insekten sollen sich auf der Fläche wohlfühlen, dafür brauchen sie eine Möglichkeit zum Überwintern. „In den Hohlstängeln der standorttreuen Pflanzen ist das möglich“, erklärt Gerda Hartner vom Bund Naturschutz.

Eine examinierte Baumpflegerin aus Mittelfranken wird am ersten Volkacher Streuobsttag, dem 24. Juli, den vorhandenen Baumbestand erklären und für Fragen zur Verfügung stehen. „Ganz unkompliziert“, versichert Gerda Hartner. Ist eine Gruppe durch, kommt die nächste an die Reihe. Von 14 bis 17 Uhr wird die Expertin zur Verfügung stehen. Die Vorsitzende des Heimatvereins, Dr. Ute Feuerbach, wird in ihren Vorträgen die Historie des Obstanbaus beleuchten und dabei auch auf die lokalen Besonderheiten der Struthäcker und ihrer Nachbarschaft eingehen. „Ganz in der Nähe stand früher der Galgenberg“, berichtet Peter Feuerbach. Den dritten Vortrag bestreiten die Fachleute von der Main-Streuobst-Bienen e.G. aus Margetshöchheim. Deren Schwerpunkt wird auf der Verkostung und der möglichen Vermarktung der Produkte liegen.

Fünf Stände

An fünf Ständen werden zusätzlich Vertreter des Heimatvereins, des Bundes Naturschutz, der Streuobst-Initiative, der SoLaWi Kitzingen und des Hauses der Quitte über ihre Initiativen und Produkte berichten. „Die Streuobstwirtschaft ist eine absolut typische und umweltfreundliche Bewirtschaftung der Wiesen im Maintal“, sagt Gerda Hartung. Die Struthäcker sind ein gutes Beispiel dafür. Die Fläche wird nicht gedüngt, die Bäume im Herbst aber durchaus geerntet, ihre Früchte vermarktet oder in Eigenregie genutzt. „Wir pressen die Äpfel und machen aus den Zwetschgen einen leckeren Plootz“, berichtet Peter Feuerbach. Wer sich ähnliche Anregungen und Informationen holen will, der ist am Samstag, 24. Juli, von 14 bis 17 Uhr beim ersten Volkacher Streuobsttag genau richtig.

Wo: Volkach Richtung Eichfeld, direkt an der Abzweigung nach Rimbach.